WOHNUNGSPOLITISCHE INFORMATIONEN 31/2019

und dessen stimmige Einbindung in den städtebaulichen Kontext verantwortlich. Die Baumaßnahmen entsprechen den Anforde- rungen der Stadtplanung, der sächsischen Bauverordnung und des Denkmalschutzes. Durch differenziert gestaltete Putzfassa- den und Satteldächer wurde eine stimmige Verbindung zur historischen, denkmalge- schützten Nachbarbebauung hergestellt. Stellplätze für Fahrräder und PKW werden auf dem Grundstück beziehungsweise in der Nähe geschaffen. Im Rahmen des Bund- und Länderförderprogrammes „Stadtum- bau Ost“ wurden im Jahr 2003 die Plat- tenbauten vom Typ WBS 70 zurückgebaut. Für ein angenehmes Wohnumfeld wurden den alten Baumbeständen neu gepflanzte Bäume und Sträucher hinzugefügt. Die Neubauwohnungen sind sowohl für Fami- lien als auch für Singles und Senioren geeig- net. Der Mietpreis liegt bei rund neun Euro pro Quadratmeter. Weitere Wohnungen in modularer und seri- eller Bauweise hat Vonovia an den beiden Dresdner Standorten Stübelallee und Am Jägerpark errichtet. Am Jägerpark wurden 12 Wohnungen gebaut. In der Stübelallee entstehen an zwei Standorten insgesamt 49 Wohnungen. Die Wohnungen verteilen sich auf zwei sechsgeschossige Gebäude mit je zwei Eingängen. Außerdem wer- den neue Stellplätze und ein Spielplatz angelegt. Alle Projekte werden seriell und modular produziert. Hier werden genau wie Am Jägerpark Betonmodule der Firma Max-Modul (Max Bögl) verbaut. Insgesamt besitzt Vonovia in Dresden rund 38.500 Wohnungen. (mar/schi) Mehr Infos zum Projekt im Youtube-Video: https://bit.ly/2GC9e1r WOHNUNGSBAU Jede der Drei- und Vierraumwohnungen verfügt über einen Balkon beziehungsweise im Erdge- schoss über eine Terrasse mit Mietergarten. Fortsetzung von Seite 1 Projekte für das Bauen von morgen gesucht – Förderrunde für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gestartet Berlin – Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raum- forschung (BBSR) haben am 23. Juli 2019 die Förderrunde des neu zugeschnittenen Innovationsprogramms Zukunft Bau gestartet. Bewerben können sich alle Einrichtungen und Unternehmen, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsprojek- ten in den Bereichen Bauwesen, Architektur sowie Bau- und Wohnungswirtschaft befassen. Projektideen können bis zum 15. Oktober 2019 beim BBSR eingereicht werden. Schwerpunkte der Förderung sind der Umgang mit dem Gebäudebestand, die Senkung von Bau- und Lebenszykluskos- ten, Mehrwerte von Architektur und bau- kultureller Praxis, die Entwicklung der Pro- zess- und Wertschöpfungskette Bau, der demografische Wandel, neue Materia- lien und Techniken vor dem Hintergrund der Kreislaufwirtschaft sowie klima- und umweltfreundliche Bauweisen. Seit der Gründung von Zukunft Bau im Jahr 2006 wurden bereits über 1.200 For- schungsprojekte und mehr als 70 Modell- vorhaben mit 140 Millionen Euro Bundes- mitteln unterstützt. Diese Erfolgsgeschichte setzt das BMI gemeinsam mit dem BBSR fort. Hinter der Forschungsförderung von Zukunft Bau steht der Anspruch, eine nach- haltige Entwicklung des Gebäudesektors insgesamt zu unterstützen. Ein zentrales Anliegen ist dabei der Transfer von For- schungsergebnissen in die Praxis. Das stärkt die Innovationskraft des Bauwesens. (schl/schi) Für Fragen zur Förderrunde hat das BBSR eine Hotline eingerichtet: +49 228 99401-1616. Förderrichtlinie und der Zugang zum Antrags- system sind auf der Website des Innovations­ programms unter www.zukunftbau.de ab rufbar. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat im vergangenen Jahr in einem erstmals durchgeführten europaweiten Ausschreibungsverfahren gemein- sam mit der Bundesarchitektenkammer, der Deutschen Bauindustrie und dem Bun- desbauministerium eine Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen abgeschlossen. „Serielle, modulare Bauweise“ bedeutet, dass das mehrgeschossige Gebäude aus standardisierten raumgroßen Elementen besteht, die mit dem Tieflader zur Baustelle gebracht werden. ImWerk werden die Stahlrahmen- beziehungsweise Betonmodule bereits mit Fenstern und Türen komplettiert, auch die haustechnische Anlage ist in Teilen vorgefertigt, so dass die reine Montagezeit der Module weitaus geringer ist als beim konventionellen Bau. Die GdW-Rahmenvereinbarung bietet Wohnungsunternehmen in ganz Deutschland die Möglichkeit, ihre Wohnungsneu- bauprojekte schneller, einfacher, kostengünstiger und in hoher Qualität zu realisie- ren. Die Zeitersparnis ergibt sich insbesondere dadurch, dass Teile der Projektaus- schreibung und -vergabe sowie der Planung eines vorgesehenen Wohnungsbaus durch die Rahmenvereinbarung vorweggenommen werden – und durch kürzere Baustellenzeiten dank der Vorfertigung von Bauteilen. Aus den neun Angeboten des Rahmenvertrags können Wohnungsunternehmen das für sie passende Modell- gebäude quasi aus dem Katalog auswählen, das anschließend in erster Linie nur noch an das vorhandene Grundstück angepasst werden muss. (schi) Alle Infos zum seriellen und modularen Bauen finden Sie hier: https://bit.ly/2z0VFr7 Die Module der Firma ALHO haben es Vonovia ermöglicht, die Neubauten in nur neun Mona- ten komplett fertigzustellen. Fotos: Jürgen Männel INFO 2 31/2019

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