40 Arbeitswelten Impulse für mehr Teamgefühl – remote, hybrid und vor Ort Seit Jahresbeginn arbeitet unser Team nur noch vier Tage die Woche, zeitlich wie räumlich flexibel. Um Austausch und Nähe zu fördern, nutzen wir den freien Freitag und projektfreie Zeiten regelmäßig für Teamevents. Der Tag steht dann immer unter einem bestimmten Motto. Ein- bis zweimal im Jahr veranstalten wir das sogenannte X-Camp, angelehnt an Barcamps. Hier haben wir keine Agenda. Stattdessen bringen die Mitarbeitenden die Themen mit, die sie gerade beschäftigen. Das reicht vomMeinungsaustausch zur privaten und gesetzlichen Versicherung bis hin zur Vorstellung eines Implementierungsprojekts beim Kunden. Daneben trifft sich das gesamte Team alle zwei Monate persönlich zu einem besonderen Anlass. Die „Impulsreihe“ findet stets in einem beruflich-privaten Kontext statt. Vom digitalen Cocktailkurs über das hybride Krimidinner bis hin zum Minigolf vor Ort haben wir schon alles ausprobiert. Gerade zu Events, die remote stattfinden, haben wir uns verkleidet getroffen, um die Stimmung zu lockern. Als nächstes weihen wir unsere Dachterrasse ein – mit Grillmeister. Ergänzt wird dieses Format um die „Impulstage“. Hier arbeiten wir Inhalte zu einem ganz bestimmten Thema aus. Im vergangenen Jahr war das vor allem New Work mit Konzepten zur Viertagewoche, zu flexiblen Arbeitsmodellen und zur modernen betrieblichen Mobilität. Die Themen werden in Impulsvorträgen vorgestellt und anschließend im Team diskutiert. Jeder Mitarbeitende kann freiwillig ein Thema einbringen oder sich für einen Vorschlag melden und ihn ausgestalten. Um zusätzlich Denkanstöße von außen zu bekommen, laden wir gelegentlich Trainer ein. Diese bilden uns dann in Bereichen wie wertschätzende Kommunikation, Präsentationstechniken und Teambuilding weiter. Für den November planen wir, noch einmal komplett remote und dann virtuell aus dem Lagerfeuer- und Kneipentage Für uns war in der Pandemie schnell klar, dass wir in die Arbeitswelt, wie wir sie bis Anfang 2020 kannten, nicht mehr zurückkehren. Im Rahmen einer Umfrage im vergangenen Sommer unter unseren 2.000 Mitarbeitenden hatten wir klar gespiegelt bekommen, dass die Arbeitswelt der Zukunft ein flexibel gestaltbares Lösungsmodell sein muss. Wir etablieren deshalb aktuell ein hybrides Arbeitsmodell, das die Vorteile aus mobiler, unabhängiger Arbeit und persönlichemAustausch vereint. Dabei setzen wir auf Eigenverantwortung. Jedes Team entscheidet für sich selbst, welches das passende „Operating Mode“ ist und wo und wie die Teammitglieder künftig zusammenarbeiten. Wir haben uns bewusst einen Zeitraum gesetzt, in demwir das ausprobieren wollen, doch schon jetzt zeigt sich: Unsere Standorte entwickeln sich zu Stätten, in denen sich Menschen austauschen und gemeinsam kreativ werden können. Viele Teams haben „Teamtage“, an denen sie sich persönlich vor Ort treffen. Eines der Teams hat beispielsweise einen „Lagerfeuertag“ einmal im Monat festgelegt, an dem alle Teammitglieder zusammensitzen, sich austauschen und die gemeinsame Zeit nutzen. Andere Teams haben für einen oder zwei Tage in der Woche sogenannte „Kneipentage“ vereinbart: Man muss sich nicht aktiv verabreden, trifft aber in der Regel immer jemanden vor Ort – wie in einer guten Kneipe. Birte Hackenjos ist CEO der Haufe Group in Freiburg. Eine pauschale Lösung zur Arbeitsweise, die für alle Mitarbeitenden und Teams gleichermaßen gilt, hält sie in ihrem Unternehmen für nicht zielführend. Einfach mal entspannt zusammenkommen: Dafür gibt es bei der Haufe Group Teamtage. personalmagazin plus: Arbeitswelten Fotos: S. 39: KM Zero; S. 40: Haufe; S. 41: Aflexio
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