Personalmagazin plus 10/2022

31 Trends In der hybriden Arbeitswelt verschiebt sich der Fokus des herkömmlichen physischen Büros: Aus einem Ort der Produktivität wird ein Ort der Zugehörigkeit und der sozialen Identifikation. Durch eine Kombination aus öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereichen wirkt das „Club Office“ wie ein Magnet, der Mitarbeitende ins Büro zieht. Nach dem Experiment mit der Fernarbeit im Jahr 2020 haben einige Unternehmen nicht allzu lange gewartet, um sich der neuen Arbeitsrealität zu stellen. Das Angebot von Fernarbeit ist mit wichtigen strukturellen Veränderungen verbunden – auf der Führungsebene, bei der allgemeinen Nutzung von physischen Büros und Arbeitsmitteln, aber auch bei den Arbeitgeberleistungen, die den Mitarbeitenden in Zukunft angeboten werden. Hybrides Arbeiten als Standard In der Zwischenzeit waren Unternehmen und Mitarbeitende gefordert, neue Strategien zur Förderung von Produktivität, Kreativität und Wohlbefinden in einer verteilten Umgebung zu testen. Die Mischkonzepte für verteiltes Arbeiten, die Unternehmen umsetzen möchten, zeigen, dass die Lösung nicht schwarz-weiß ist, sondern dass die Zukunft der Arbeit eine hybride sein wird. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden grundsätzlich die Flexibilität bieten, zwischen der Arbeit im Büro und der Arbeit von zu Hause aus zu wählen, haben einen Wettbewerbsvorteil. Viele Mitarbeitende möchten bald jeden Tag neu entscheiden, ob sie ins Büro gehen oder zu Hause arbeiten – je nachdem, was ansteht. Gibt es viel zu besprechen, lassen sich die Aufgaben im direkten Austausch besser erledigen? Brauche ich spezielle Geräte oder Kommunikationstechnik? Das Homeoffice und das Unternehmensbüro ergänzen sich und Letzteres muss dem Unternehmen und den Nutzern einen konkreten Mehrwert bieten. Bei der Umsetzung eines verteilten Arbeitsmodells – ob komplett gemeinsam vor Ort, teilweise remote, hybrid oder vollständig remote – geht es darum, möglichst gleichwertige Arbeitsbedingungen zu schaffen, die die Sicherheit, das Wohlbefinden, die Produktivität, Kreativität und Weiterentwicklung der einzelnen Mitarbeiter fördern. Dies hat auch Folgen für die Gestaltung dieser neuen Arbeitsbereiche – egal ob sie sich bei den Mitarbeitenden zu Hause, in den Büros des Unternehmens oder in einem Co-Working-Space befinden. Da bei hybriden Organisationsformen nicht alle Mitarbeiter physisch anwesend sein oder von Managern gesehen werden können, empfiehlt es sich, potenzielle Problemquellen im Voraus zu erkennen und zu beseitigen. Diese Probleme werden die Gestaltung der Arbeitsplätze in einem verteilten Set-up prägen. Es sollte dabei bedacht werden, dass eine Gruppe von Mitarbeitenden mit gleich mehreren dieser Herausforderungen konfrontiert sein kann. Welches Modell des verteilten Arbeitens für welches Unternehmen geeignet ist, hängt entscheidend davon ab, wie die Belegschaft strukturiert ist. Welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen vor Ort sein und wer könnte problemlos von zu Hause aus arbeiten? Wie sind sie über das Unternehmen verteilt? Es gibt

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