Personalmagazin Arbeitswelten 9/2024

Arbeitswelten personalmagazin Arbeitswelten 2024 8 Skill Management. So gehoren Achtsamkeitskurse, die eine digitale Resilienz fördern, für immer mehr Unternehmen zum Standardrepertoire der hausinternen Weiterbildungen. Insbesondere große IT-Unternehmen wie Microsoft setzen darauf, dass Mitarbeitende selbst entscheiden, mit wem und wo sie zusammenarbeiten möchten. Das verändert auch die Büros. Neben Rückzugsorten für Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration erfordern, gibt es Büroflächen, die bewusst auf Teamarbeit und Kollaboration ausgelegt sind. So bietet der 2023 eröffnete Beiersdorf Campus auf einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern dynamische Arbeitswelten und Raumangebote für Zusammenarbeit. Die Deutsche Telekom setzt mit dem Projekt „Strategisches Skill Management“ darauf, seine Belegschaft kontinuierlich fit für die Zukunft zu machen. Auch Telefonica will eine Skill-basierte Organisation werden und sucht künftig stärker nach Skills innerhalb der Organisation. Resilienz und Prävention. In einer (Arbeits-) Welt der Krisen müssen sich Unternehmen aktiv und präventiv auf Herausforderungen vorbereiten. Resiliente Unternehmen erkennen Chancen und Risiken früher und verfügen über ein höheres Maß an Anpassungsfähigkeit gegenüber Veränderungen. Erfolgsfaktoren sind starke Mitarbeiter, eine Kultur der Wertschätzung und des gesunden Führens. Es geht um Sinnstiftung, Spielfreude, Fehlertoleranz, Zukunftskompetenzen, Experimentierfreude und Eigenverantwortung. Gesundheitsprävention wird wichtiger, auch um steigende Fehlzeiten zu vermeiden. Dazu gehören auch Arbeitszeitmodelle, in denen die Mitarbeitenden gemeinsam mit der Führungskraft definieren, wann sie ins Büro kommen. Das Wir führt. Kulturwandel bedeutet, Haltung und Strukturen radikal infrage zu stellen. Aus „Ich führe“ wird „Wir führen“. So hat die Otto Group bereits vor bald 20 Jahren das Programm „Kulturwandel 4.0“ ins Leben gerufen – und startete die Einführung kollaborativ-vernetzter Arbeitsmethoden. Dafür nutzt der Konzern auch das Hamburger Pop-up Office: Kreativschaffende, Berufstätige aus anderen Branchen, Soloselbstständige und Angestellte wechseln hier gemeinsam die Perspektive und gehen in interdisziplinären Teams durch intensive Arbeitsprozesse. Cross-sektorales Arbeiten, Impulsvorträge und „Culture Sprints“ erschließen neue Erkenntnisse zu Kulturwandel, agilen Managementansätzen, Digitalisierung und zeitgemäßer Büro- und Arbeitsplatzgestaltung. Der Landmaschinenhersteller John Deere, 2023 als bester Arbeitgeber ausgezeichnet, hat mit „Co-Leadership“ ein System eingeführt, bei dem sich zwei Tandempartner gleichberechtigt Führungsverantwortung teilen. Es geht um Wachstumsmöglichkeiten und eine wertschätzende Kultur der transformationalen Führung. Ihre zentralen Zukunftskompetenzen sind Kommunikationsfähigkeit, emotionale und soziale Intelligenz, interkulturelle Kommunikation und Diversity Management. Innovationen schaffen mehr Jobs als sie zerstören Technologische Innovationen schaffen mehr Jobs als sie zerstören. Und zwar aus einem einfachen Grund: Wird eine Aufgabe automatisiert, sodass sie schneller und billiger erledigt werden kann, steigt meist die Nachfrage nach menschlichen Arbeiten, die noch nicht automatisiert wurden. Die Automatisierung hat also auch einen befreienden Effekt – sie überführt menschliche Tätigkeiten in höhere Komplexität und emanzipiert uns von stupider, monotoner Arbeit. Das historische Beispiel hierfür ist der Wandel in der Landwirtschaft vor 200 Jahren. Viele Menschen haben zu Beginn der Industrialisierung ihren Beruf als Bauer verloren und mussten in die Städte ziehen, um dort in den neuen Fabriken zu arbeiten. Diese Veränderung fiel ihnen sicherlich nicht leicht, und besonders geliebt werden die Menschen ihre neuen Jobs auch nicht haben. Doch die Arbeit auf dem Acker war Die zentralen Kompetenzen der Zukunft sind Kommunikationsfähigkeit, soziale und emotionale Intelligenz, interkulturelle Kommunikation und Diversity Management.

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