Personalmagazin Arbeitswelten 9/2024

54 Arbeitswelten personalmagazin Arbeitswelten 2024 tur, die nötig ist, damit die Organisation ihr Wertversprechen in ihrem Spielfeld (Marktsegment) so gut wie möglich liefern kann. Darüber hinaus sollte sich in den Räumen aber auch Kultur und Zweck der Organisation widerspiegeln. Dies erleichtert die Identifikation mit der Organisation und schafft Orientierung – nicht nur für neue Mitarbeitende. Im Feld Kompetenz schließlich wird geprüft, ob die Mitarbeitenden alle Fähigkeiten besitzen, um den Zweck der Organisation zu erfüllen. Auch hier können Räume unterstützen, neue Formen des (Zusammen-)Arbeitens zu erlernen. Drei Hybrid-Modelle als Experimentiergrundlage Das Hexagon bietet Struktur und Orientierung in der Experimentierzeit, denn wir müssen ja immer noch herausfinden, welcher Mix aus Homeoffice und Büroarbeit und zusätzlichen Regelungen für die eigene Organisation der beste wäre. Eine weitere Orientierungshilfe sind drei Hybrid-Work-Modelle, die wir in unserer eigenen Studie identifiziert haben. Diese sind für Unternehmen so individualisierbar, dass sie zur eigenen Organisation passen. Sie basieren auf Annahmen, die sich noch erweisen müssen, aber auch dafür ist das Experimentieren ja da. Aus jeder gelebten Lösung können wir alle lernen. Diese Hybrid-Work-Modelle fußen auf den unterschiedlichen Bedürfnissen der Organisation (Protect Organization, Optimize Performance und Empower People) und den Zielen dahinter. Organisationen, die von der Idee Protect Organization geprägt sind, setzen grundsätzlich auf eine starke Präsenzkultur, siehe Meta und Apple. Dahinter Strategie-Hexagon Intention Orientierung: IDENTITÄTSENTWICKLUNG Fokus innen: ORGANISATIONSENTWICKLUNG Fokus außen: GESCHÄFTSENTWICKLUNG Intention Handlung: LEISTUNGSENTWICKLUNG Kultur Struktur Kompetenz Zweck Spielfeld Wertversprechen Wie überzeugen wir? Wie sind wir? Worin sind wir gut? Wofür treten wir an? Wie organisieren wir uns? Wo spielen wir? steckt die (noch nicht vollständig bewiesene) Hypothese, dass Innovationskraft und -kultur im Office und nicht remote in Videomeetings entstehen. Auch die Entwicklung und Koordination der dafür notwendigen Prozesse passieren effizienter im Büro. Dafür werden die Räume so umgestaltet, dass die Mitarbeitenden sich noch wohler in ihren Offices fühlen. Im Hybrid-Work-Mix gibt es meist nur einen Tag Homeoffice pro Woche als Zugeständnis, um beim „War for Talents“ attraktiv zu sein. Im Modell Empower People lautet die Überzeugung, dass Hybrides Arbeiten die Arbeit für alle Seiten besser macht. Diese Organisationen hatten schon vor der Pandemie neue Arbeitsmodelle getestet beziehungsweise eingeführt. Der Veränderungsschub kam für sie genau zur richtigen Zeit und konnte helfen, die letzten Bedenkenträger zu überzeugen. Foto S. 52: Melissa Schriek

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