Personalmagazin Arbeitswelten 9/2024

49 Praxis setzung des hybriden Arbeitens und bei der Anpassung der Raumkonzepte im Büro. 4. Kontrolle über Privatsphäre und Konzentration Eine gute Raumakustik und Schalldämmung sind entscheidend für die Produktivität in hybriden Arbeitsumgebungen. Die Gestaltung von Büroräumen muss darauf abzielen, eine Umgebung zu schaffen, in der konzentriertes Arbeiten möglich ist, ohne dass Ablenkung und Störungen die Produktivität beeinträchtigen. Hybride Arbeitsumgebungen erfordern daher gut durchdachte Designlösungen und die Bereitstellung ausreichender Rückzugsflächen. Wir haben festgestellt, dass Telefonzellen oder freistehende Besprechungsboxen für zwei bis vier Personen inzwischen sehr verbreitet sind und ein hohes Maß an Flexibilität bei der Raumgestaltung bieten. 5. Technologie als Schlüssel Die richtige technische Ausstattung ist entscheidend für den Erfolg hybrider Arbeitsmodelle. Die Studie unterstreicht, dass die Technik eine entscheidende Rolle spielt, um die Zusammenarbeit und Kommunikation in hybriden Arbeitsumgebungen zu ermöglichen. Für erfolgreiche Videokonferenzen ist es nicht nur wichtig, dass die Konferenzräume mit guten Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich Teilnehmende, die sich in eine physische Konferenz remote einwählen, oft sehr schlecht integriert fühlen und den Diskussionen nicht folgen können. Dies führt unweigerlich zu Produktivitätsverlusten und Frustration. geht es zumeist um Auslastung, Flächenoptimierung und abstrakte KPI’s, aber die Bedürfnisse der Mitarbeitenden dahinter werden häufig vergessen. Genau da setzt das Konzept in der Schweiz an und stellt den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Am Ende sind die Community Manager dort die zentralen Dreh- und Angelpunkte, die auf die Menschen eingehen und die Kultur und das Miteinander an den Standorten prägen und gestalten. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Sie bieten inzwischen rund 1.500 Arbeitsplätze an fünf Standorten an. Vielleicht brauchen wir einfach mehr Menschen mit diesem besonderen Talent – Menschen, die den Tag im Büro zu einem echten Erlebnis machen. Herausforderungen hybrider Arbeitsmodelle Eine aktuelle Studie von Haworth, die sich mit den Auswirkungen hybrider Arbeitskonzepte auf Raum- und Gebäudestrategien beschäftigt, zeigt, dass hybrides Arbeiten bereits zur neuen Norm geworden ist. Danach haben 79 Prozent der befragten Unternehmen bereits hybride Arbeitskonzepte eingeführt, weitere acht Prozent planen dies. Doch die Einführung hybrider Arbeitsmodelle bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, die mit Bedacht angegangen werden müssen. In der Studie wurden sechs Schlüsselergebnisse ermittelt: 1. Hybrides Arbeiten ist die neue Norm Die meisten Unternehmen haben hybride Arbeitsmodelle eingeführt. Die häufigste Regelung sind drei verpflichtende Bürotage pro Woche. Diese Regelungen variieren jedoch von Unternehmen zu Unternehmen. Einige Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden mehr Autonomie darüber, wann sie ins Büro kommen. Diese Freiheit berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden und erhöht ihre Zufriedenheit. 2. Fokus auf die Leistung der Mitarbeitenden Die Hauptmotivation für die Einführung von hybrider Arbeit ist die Präferenz der Mitarbeitenden. Hybride Modelle sollen dabei helfen, Talente zu gewinnen und zu halten. Viele Unternehmen haben erkannt, dass flexible Arbeitsmodelle die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung verbessern können. Die Möglichkeit, Arbeitszeiten und -orte flexibel zu gestalten, trägt wesentlich zur Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden bei. Aktuelle Studien von Fraunhofer zeigen, dass die Produktivität des Homeoffice dem traditionellen Büro in nichts nachsteht. 3. Die Unsicherheit bleibt Viele Unternehmen experimentieren noch mit ihren hybriden Modellen und passen sie laufend an. Hier müssen die Unternehmen ehrlich zu sich selbst sein: Sie müssen sich die Freiheit nehmen, neue Konzepte zu entwickeln und auszuprobieren. Während des laufenden Implementierungsprozesses können neue Lösungen auf der Grundlage der in jeder Phase gewonnenen Erkenntnisse angepasst und verbessert werden. Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der UmVielleicht brauchen wir einfach mehr Community Manager – Menschen mit diesem besonderen Talent, den Tag im Büro zu einem echten Erlebnis zu machen.

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