Personalmagazin Arbeitswelten 9/2024

Arbeitswelten 48 personalmagazin Arbeitswelten 2024 Von Stefan Kiss Mehr Mut für eine hybride Arbeitskultur Hybride Arbeitsmodelle lassen sich nicht in die alte Arbeitswelt zwängen. Bei ihrer Einführung muss vielmehr mutig mit neuen Ansätzen experimentiert werden. Eine Studie zeigt die sechs größten Herausforderungen für eine New Hybrid Work Culture, das Beispiel Shell Co Lab, wie sie bewältigt werden können. „Culture eats strategy for breakfast“ – das Zitat von Peter Drucker war noch nie so treffend wie heute. Früher kam man ins Büro, um alle Aufgaben an einem Ort zu erledigen. Heute sind sowohl die Arbeit als auch der Ort, an dem die Arbeit stattfindet, fragmentiert – verteilt auf das Büro, das Homeoffice und dritte Arbeitsorte wie Co-Working-Spaces. Daher werden persönliche Begegnungen und direkter Austausch immer wichtiger, um die Team- und Unternehmensbindung aufrechtzuerhalten und eine gemeinsame Unternehmenskultur zu leben. Ich habe viel von den Betreibern von Co-Working-Spaces gelernt. Im Co-Working-Space „Headsquarter“ in der Schweiz setzt der Betreiber auf Mitarbeitende aus der Hotellerie und dem Gastgewerbe, die ein besonderes Talent haben, Menschen zusammenzubringen und den Arbeitstag im Büro zu einem Erlebnis zu machen. In meinen Gesprächen mit Anil Varghese, dem CEO von Headsquarter, habe ich die Differenzierung in seinem Modell verstanden. In einem klassischen Unternehmen werden alle Bereiche von ständigen Optimierungsgedanken getrieben, so auch in der Büroplanung. Hier Beispiel Shell Co Lab: Zur Neugestaltung der Büroräume wurden in digitalen und virtuellen Workshops wichtige Erkenntnisse und Beschäftigtenfeedback in visionäre Raumkonzepte umgesetzt.

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