Personalmagazin Arbeitswelten 9/2024

13 Schwerpunkt Zukünftig geht es nicht mehr nur darum, wie benutzerfreundlich ein IT-System ist oder wie kundenfreundlich ein Unternehmen sich verhält, sondern wie individuell Mitarbeitende und Führungskräfte interagieren. Human Experience wird zum strategischen Stellhebel der Zukunft. Gründe und Vorgehen für den Perspektivenwechsel. Führende Unternehmen verfolgen heute Arbeitsgestaltungsansätze, die darauf abzielen, individuelle Mitarbeiterbedürfnisse zu erfüllen und unterschiedliche Anforderungen an Arbeit durch entsprechende Angebote abzubilden. Diese Unternehmen gestalten ihre Arbeitsplätze neu, indem sie menschenzentrierte Arbeitsplatzpraktiken, flexiblere Rahmenbedingungen und hybride Arbeitsformen schaffen, um den kontinuierlichen Wandel am Arbeitsplatz für Einzelpersonen und Teams wirkungsvoll zu unterstützen. Die weltweite Umstellung auf mobile Arbeit während der Pandemie hat diesen Trend beschleunigt. Der Human-Centric-Work-DesignAnsatz (menschenzentriertes Design der Arbeitsorganisation) geht weit über die oben genannten Anstrengungen hinaus. Die Ansätze für Kunden werden dabei auch auf die Mitarbeitenden übertragen. Holistisch gesehen beinhaltet der menschenzentrierte Ansatz einen Rahmen für den Ausgleich zwischen den Interessen und Anforderungen des Unternehmens und den Interessen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden, Kunden und weiterer Stakeholder. Oft ersticken diese Ansätze in der Umsetzung im Unternehmen im Keim, weil der „End-to-End“-Gedanke für die Erstellung von internen, Prinzipien der Employee Experience Ein auf den Menschen ausgerichtetes Unternehmen oder eine solche Organisation orientiert sich an folgenden Prinzipien: • Der Fokus liegt immer auf den Menschen bei jeder Entwicklung (Produkte, Services, neue Organisation et cetera); diese menschenzentrierte Haltung ist verankert in der Unternehmensstrategie und in den Werten des Unternehmens. • Alles ist miteinander verbunden; der systemische Ansatz fokussiert auf das Schaffen von gesamtheitlichen, cross-funktionalen und positiven Erlebnissen aus der Perspektive der Mitarbeitenden und Kunden. • Ein menschenzentriertes Unternehmen baut Resilienz bei Mitarbeitenden und der Organisation auf – durch iteratives Arbeiten und permanentes Lernen für mehr Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. • Eine menschenzentrierte Organisation stellt die Mitarbeitenden den Kunden gleich und investiert genauso in die Entwicklung besserer menschlicher Erfahrungen ihrer Mitarbeitenden wie in die der Kunden, Partner, der Gemeinschaft und anderen Stakeholdern. • Ein humanzentriertes Unternehmen bildet diese Grundsätze auch in der Ablauf- und Aufbaustruktur ab, zum Beispiel durch Teamstrukturen, die nach den Prinzipien „End-to-End“ und „Valuestream“ organisiert sind, oder durch agile Führung und Methoden. • Eine menschenzentrierte Organisation vermeidet Arbeitsfriktionen auf operativer Arbeitsebene. • Co-Creation und Co-Design sind die Basis für die Services und Produkte für Mitarbeitende und Kunden.

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