PM Plus HR-Software

35 bute von Mitarbeiterbeteiligung im Planungsprozess deutlich mehr Gewichtung als dies noch in der Vergangenheit der Fall war. Die Unternehmen haben offenbar erkannt, dass sich mit optimierten und mitarbeiterorientierten Arbeitszeitmodellen deutlich bessere Ergebnisse bei der Personalgewinnung erzielen lassen. Das wiederum vergrößert aber auch die Komplexität des Planungsprozesses. Standardsoftware statt Excel Die befragten Unternehmen sind in der Mehrzahl (56 Prozent) Anwender von Expertensystemen aus dem Marktsegment der Standardsoftware. Unternehmen mit einer Individuallösung zur Personaleinsatzplanung von einem externen Anbieter sind mit zwölf Prozent der Nennungen deutlich in der Minderheit und gleichauf mit Lösungen, die aus einer Eigenprogrammierung weiterentwickelt wurden. Tabellenkalkulationsprogramme (26 Prozent) sind weiterhin das zweithäufigste Planungsinstrument für den Personaleinsatz, gefolgt von den althergebrachten Hilfs- mitteln wie Magnettafeln, Zetteln und Listen (24 Prozent). Standardprodukte zur Personaleinsatzplanung haben ihren Vor- sprung vor Individuallösungen, Eigenprogrammierungen und Tabellenkalkulationsprogrammen wie Excel indes weiter aus- gebaut. In der WTA-Studie von 2013 lag die Tabellenkalkulation nur acht Prozent hinter der Standardsoftware. In Studien der vorausgehenden Jahre waren Excel und Co noch an erster Stelle zu finden. Diese Entwicklung lässt sich auf zwei Ursachen zurückführen. Zum einen sind die datenschutzrechtlichen Anforderungen an eine Software, die auf Personaldaten zugreift, deutlich gestiegen. Zum anderen wird durch eine verstärkte Mitarbeiterbeteiligung, von der Urlaubsplanung über die Wunschdienstplanung bis zur mobil verfügbaren Tauschbörse, eine größere Workflow-Steue- rung der Planungsprozesse erwartet. In beiderlei Hinsicht ist die Standardsoftware durch eine Mehrschichtarchitektur und eine umfassendere Generik im modularen Aufbau deutlich im Vor- teil. Damit kann sowohl eine größere Datensicherheit als auch funktionale Vielfalt erzielt werden. Software mit Optimierungspotenzial Ein Blick zurück in frühere Studien zeigt: 2016 lag der Anteil der Unternehmen, die mit ihren eingesetzten PEP-Systemen vollauf zufrieden waren, mit nur zwölf Prozent weit unter den Erwartungen. Dieser Wert hatte sich im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2013 signifikant verschlechtert. Damals waren noch 40 Prozent voll zufrieden. In der aktuellen Befragung wurde weiter differenziert: Bei den Nutzern von Standardsoftware äußerten sich 20 Prozent voll zufrieden, bei den Nutzern von Individuallösungen sind es ledig- lich vier Prozent. Selbst Zettel, Listen und Magnettafeln schnei- den mit zwölf Prozent voller Zufriedenheit besser ab als eine Individualsoftware. Obwohl die Standardsoftwarelösung in der aktuellen Studie eine wachsende Zustimmung und weniger un- zufriedene Anwendern verzeichnet, halten 73 Prozent der An- wender ihre Lösung für verbesserungsfähig. Sieben Prozent sind unzufrieden. Diese Werte implizieren, dass Standardsoftware noch einige Verbesserungspotenziale hat, insbesondere bei der Benutzerfreundlichkeit. Ist eine weitergehende Arbeitszeitflexibilisierung in Ihrem Betrieb ein Thema? In unserem Unternehmen aktuell kein Thema Ja, motiviert durch Ansprüche jüngerer Mitarbeiter an die Work-Life-Balance Vorausschauende Steue- rung des Personaleinsatzes Flexibilitätsanforderung der Mitarbeiter Änderung im kundenseiti- gen Nachfrageverhalten Änderung in den betrieb- lichen Abläufen betriebliche Produktivitäts- erfordernisse © Trendmonitor Workforce Management 2019 JÜRGEN WINTZEN ist Geschäftsführer der Bm-Orga GmbH in Hamburg. DR. HEINZPETER LINDROTH ist Senior Consultant bei der Bm-Orga GmbH in Hamburg. 39% 27% 30% 26% 28% 20% 18% Workforce Management

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