PM Plus HR-Software
personalmagazin plus: HR-Software 2019 34 Arbeitszeiten werden weiter flexiblisiert Ähnlich schwierig scheint es für Unternehmen, jüngere Arbeits- kräfte zu gewinnen. Doch wie gehen sie mit deren hohen An- sprüchen um? Sehen sie in flexiblen Arbeitszeitmodellen eine Chance, als Arbeitgeber attraktiver zu werden? Die Studie zeigt, dass in vielen Betrieben eine weitergehende Flexibilisierung der Arbeitszeit ein wichtiges Thema ist. Mehr als 60 Prozent der Befragten halten diese für relevant. Hier ist interessant, dass Produktivitätsgründe nicht ausschlaggebend sind, sondern dass die Ansprüche jüngerer Mitarbeiter an die Work-Life-Balance, die Notwendigkeit einer größeren Arbeitgeberattraktivität und Flexibilitätsanforderungen der Mitarbeiter die Hauptmotivation für weitere Flexibilisierungen darstellen. Auch Änderungen im Nachfrageverhalten von Kunden führen dazu, dass Unter- nehmen weitere Arbeitszeitflexibilisierungen umsetzen wollen. Neue Anforderungen an die Software Die vielseitigen und komplexen Themen des Workforce Ma- nagements sind in der Praxis auf technische Unterstützung an- gewiesen, um eine optimale Balance zwischen Rechtssicherheit, Mitarbeiterinteressen, Kosten und Qualität bei der Leistungser- bringung herzustellen. Eine moderne Personaleinsatzplanung (PEP) muss mit den sich rasch verändernden Ansprüchen Schritt halten können: Mobile Verfügbarkeit, performantes Verhalten, Workflow-Unterstützung und individuelle Anpassbarkeit von Menüs und Oberflächen werden immer häufiger als zentrale Anforderungen an eine Software genannt. Auch jüngere Anbieter mit neuen Produkten erhalten dadurch eine Chance. Dass eine PEP-Software für ihr Unternehmen wichtig oder sehr wichtig ist, sagen 77 Prozent der Studienteilnehmer. Über 80 Prozent sehen für die Zukunft eine steigende Bedeutung. Der Grund liegt in der Komplexität der Planung: In immer kürzeren Zyklen müssen eine Vielzahl von Personen und Qualifikationen bedarfs- und kostengerecht kalkuliert werden. Dabei gilt es, nicht nur gesetzliche Rahmenbedingungen, sondern unternehmens- und mitarbeiterspezifische Arbeitszeitmodelle zu berücksichtigen sowie Produktivitätsziele zu erfüllen. In der digitalen Transformation der Geschäftsprozesse kommt der PEP-Software aber noch eine weitere Bedeutung zu. Sie ist Integrationstreiber zwischen Personalbedarfsermittlungs-, HR- und Abrechnungssystemen. Sie wird plattformunabhängig betrieben und bedient alle an der Planung Beteiligten mit indi- viduellen Informationen an Arbeitsstationen oder auf mobilen Geräten. Vorausschauende und gerechte Planung In der WTA-Studie von 2016 war der am häufigsten genannte Erfolgsfaktor für den PEP-Einsatz im Unternehmen die flexible, schnelle Reaktion auf Bedarfsschwankungen. Diese Antwort schafft es in der aktuellen Studie nur noch auf den dritten Rang. Deutlich mehr Unternehmen sagen, dass für sie die vo rausschauende Steuerung des Personaleinsatzes der wichtigste Erfolgsfaktor einer PEP-Lösung ist, gefolgt – und das ist die Be- sonderheit – von der Einbeziehung von Mitarbeiterwünschen. Insgesamt erhalten Qualitätsmerkmale der Planung und Attri- Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Personaleinsatzplanung in Ihrem Unternehmen? Vorausschauende Steue- rung des Personaleinsatzes Ausreichende IT-Unter- stützung Verbesserung der Flexibili- tät der Planung Qualifikation und Know- how der Planer Standardisierung der Planungsprozesse Einbeziehung von Mit- arbeiterwünschen Möglichkeiten und Berücksich- tigung von Bedarfprognosen 5% 4% Vermeidung von Fehlern in der Prozesskette der Planung Transparenz relevanter HR-Kennzahlen Reduktion der Planungs- komplexität Flexible und schnelle Reakti- on auf Bedarfsschwankungen Integrierte Pesonalbedarfs- ermittlung 4% 3% 2% Steigerung der Planungs- qualität Berücksichtigung von Reservepotenzialen Abbildung verschiedener Regelwerke (z.B. gesetzlich) 62% 16% 40% 15% 39% 13% © Trendmonitor Workforce Management 2019 HR-Software 10% 10% 9% 9%
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