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Drei Fragen an ...
Vielfalt nutzen
Aletta Gräfin von Hardenberg
ist Geschäftsführerin des gemeinnüt-
zigen Vereins „Charta der Vielfalt“,
der die Aktivitäten der gleichnamigen
Unternehmensinitiative inhaltlich ge-
staltet. Diese zählt über 1.300 Unter-
zeichner. Das Ziel: Die Verankerung von
Vielfalt in Wirtschaft und Gesellschaft.
Frage eins:
Welche Verpflichtungen
resultieren aus der Unterzeichnung
der Charta der Vielfalt?
Aletta Gräfin von Hardenberg:
Die Char-
ta ist eine Selbstverpflichtung. Ein
zentraler Punkt ist ein ganzheit-
licher Diversity-Ansatz. Es geht also
nicht nur um das Thema Frauen. Die
Selbstverpflichtung besagt, dass die
Unternehmen das Thema in ihre Or-
ganisationskultur mit aufnehmen,
dass es von den Führungskräften ge-
lebt wird und die Mitarbeiter in die
Aktivitäten eingebunden werden.
Wir prüfen nichts nach, aber wir su-
chen intensiv den Dialog.
Frage zwei:
Kann man die Charta für
den Erfahrungsaustausch nutzen?
von Hardenberg:
Unbedingt. Erstens
kann man sehen, welche Firmen in
der Region die Charta unterzeich-
net haben. Zweitens berichten wir
laufend über vorbildliche Praxis-
konzepte und informieren über
regionale Veranstaltungen. Eine
überregionale Konferenz findet am
8. und 9. November statt: Der Kon-
gress „Diversity 2012“ in Berlin.
Frage drei:
Können daran auch Nicht-
Unterzeichner teilnehmen?
von Hardenberg:
Natürlich. An diesen
beiden Tagen suchen wir den Dialog
mit Politik, Wirtschaft und Wissen-
schaft. Wir haben Podiumsdiskussio­
nen zu Themen wie Demografie und
Vielfalt als Standortfaktor, Sprecher
aus Politik und Wirtschaft. Herz-
stücke der beiden Tage sind vier
Workshops, in denen ganz pragma-
tisch erarbeitet wird, wie Innovati-
onsprozesse mit Unterstützung von
Diversity gestaltet werden können.
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„Bei den 120.000 über 75-jährigen Minijobbern
handelt es sich eher um Rentner, die wenig attraktive
Jobs ausüben, um ihre karge Rente aufzubessern.“
Ulrike Mascher, Vorsitzende des Sozialverbands VdK, in der SZ
„Viele Menschen im Rentenalter wollen arbeiten,
weil sie sich noch fit fühlen.“
Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft, in der SZ
Zukunft Personal
Halle 11.2 Stand I.41