Personal quarterly 2/2023

55 02 / 23 PERSONALquarterly Quellen 1 h ttps://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/praesentismus-studie2143204?tkcm=aaus 2 h ttps://www.handelsblatt.com/karriere/job-gut-jeder-vierte-beschaeftigte-arbeitet-haeufigtrotz-krankheit/28906318.html 3 h ttps://www.zeit.de/arbeit/2023-01/techniker-krankenkasse-krank-zur-arbeit?utm_ referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F 4 h ttps://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/krank-zur-arbeit-jeder-vierte-arbeitet-haeufig-trotzkrankheit-18580680.html 5 h ttps://www.wiwo.de/erfolg/trends/studie-warum-arbeiten-so-viele-menschen-im-homeoffice-obwohl-sie-krank-sind/28909166.html 6 h ttp://dx.doi.org/10.1136/jech.54.7.502 7 h ttps://doi.org/10.1002/job.2601 8 h ttps://doi.org/10.1016/j.hrmr.2018.02.010 9 h ttp://dx.doi.org/10.1037/ocp0000015 10 https://doi.org/10.1002/job.2601 welchen Einfluss das schlechte Gewissen (guilt) auf das Auftreten von Workahomeism hat. Die zentralen Ergebnisse sind: - Die Befragten hatten, wenn sie zu Hause krank arbeiteten (Workahomeism), ein schlechteres Gewissen als wenn sie vor Ort arbeiteten (Präsentismus). - Seit der Pandemie antizipierten die Befragten das schlechte Gewissen für Workahomeism als geringer als das für Präsentismus. - Wurden die Befragten darum gebeten, über die negativen Konsequenzen von Workahomeism zu reflektieren (z. B., eine längere Genesungszeit), stieg das antizipierte schlechte Gewissen. Der Minimalkonsens Krank zu arbeiten hängt mit Gesundheit negativ zusammen. Sowohl Motivation, als auch hohe Arbeitsbelastung können Arbeit trotz Krankheit positiv beeinflussen. Drei offene Fragen 3 Wie hängt krank zu arbeitenmit psychischer Gesundheit und Burn-out zusammen? 3 Wie überträgt sich das Verhalten, krank zu arbeiten, innerhalb und außerhalb von Teams in Unternehmen? 3 Wie kann krank zu arbeiten insbesondere in Unternehmen mit hoher Leistungskultur reduziert werden? Fazit „Mitarbeitende sollten sich die negativen Folgen von Präsentismus bzw. Workahomeism klarmachen. Sie schaden ihrer Gesundheit und helfen ihren Kolleginnen und Kollegen nur bedingt, wenn sie nicht voll einsatzfähig sind“, fasst Prof. Dr. Prisca Brosi, Professorin für Human Resource Management an der Kühne Logistics University in Hamburg, zusammen. „In einer gesunden Arbeitskultur können wichtige Aufgaben im Krankheitsfall gegenseitig übernommen werden, da sowohl die nötigen Kenntnisse als auch die Motivation zu unterstützen bestehen.“ Nicht zuletzt sei auch die Vorbildfunktion der Führungskräfte nicht zu unterschätzen. Organisationen sind nun in der Praxis gefragt, offen mit ihren Beschäftigten zu klären, was es braucht, um im Krankheitsfall eine rasche Genesung zu ermöglichen. Neben klaren Regeln, die die rasche Genesung fördern, können Organisationen ihre Beschäftigten auch mit Workshops unterstützen, in denen konkrete und qualifizierte Tipps für den alltäglichen Umgang bspw. mit chronischen Erkrankungen oder typischen gesundheitlichen Herausforderungen in der Branche geliefert werden. So kann der Gesundheitszustand der Belegschaft insgesamt positiv gefördert und damit die Wahrscheinlichkeit für Arbeit trotz Krankheit verringert werden. Was die Evidenz auch zeigt: Ein guter Anfang mit entscheidender Signalwirkung, um Präsentismus oder Workahomeism zu vermeiden, wären Führungskräfte, die selbst nicht krank arbeiten – auch nicht zu Hause. Was können Organisationen tun, um Präsentismus oder Workahomeism zu vermeiden? Ein guter Anfang wären Führungskräfte, die selbst nicht arbeiten, wenn sie krank sind – auch nicht zu Hause.

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