56 SERVICE_FORSCHERPORTRÄT PERSONALquarterly 03 / 23 „Meine Teams sorgen für unseren Erfolg“ Stefan Süß ist Professor für BWL, insbesondere Arbeit, Personal und Organisation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und forscht zu Digitalisierung und Führung. Dr. Christina Guthier, Wirtschaftspsychologin in Düsseldorf Als erster Akademiker in seiner Familie war für Stefan Süß eine Professur als Karriereziel keineswegs klar. Für das Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal entschied er sich zunächst wegen der vielenWege, die es eröffnet. Schnell interessierte er sich für das Personalmanagement und merkte, dass ihmwissenschaftliches Arbeiten sehr liegt. Entsprechend promovierte und habilitierte er schließlich an der Fernuniversität in Hagen. Seinem ersten Ruf nach Düsseldorf an den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Arbeit, Personal und Organisation folgte er schließlich im Jahr 2010. Interdisziplinäre Kooperationen mit der Wirtschaft Professor Süß ist in Nordrhein-Westfalen stark verwurzelt und hat sich über die Jahre hinweg mit unterschiedlichen Unternehmen – von kleinen und mittleren Unternehmen bis Großkonzernen – sehr gut vernetzt. An der Heinrich-HeineUniversität Düsseldorf schätzt er zudem die ausgezeichnete interdisziplinäre Zusammenarbeit mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Arbeitspsychologie, Arbeitsmedizin und Medizinsoziologie. Diese Kombination aus wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnerinnen und Partnern ist die Basis zur Bewilligung einiger anwendungsorientierter Drittmittelprojekte (teilweise mit finanziellen Volumina von mehreren Millionen Euro). Thematisch lassen sich die unterschiedlichen Drittmittelprojekte, die am Lehrstuhl von Professor Süß laufen, grob in zwei Themengebiete einordnen: (1) Digitalisierung und damit einhergehend Möglichkeiten flexiblen Arbeitens (2) Change Management mit Fokus auf Führung Mit circa 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Lehrstuhlteam, maßgeblich finanziert durch Drittmittelprojekte, recht groß und die Fragestellungen, an denen konkret geforscht wird, sind sehr vielfältig. Erst kürzlich hat die Auftaktveranstaltung des BMWK-Verbundprojekts TrAIBeR (Transformation der Automotive Industrie in der Bergischen Region) in der Stadthalle Wuppertal stattgefunden, bei der Professor Süß über den Einfluss von Führung und Partizipation auf Change-Prozesse gesprochen hat. „Die Forschungsprojekte selbst werden maßgeblich von meinen sehr engagierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt und dadurch werden die Erfolge in den Drittmittelprojekten erst möglich.“ Er selbst wurde im November 2017 für besondere wissenschaftliche Leistungen mit dem Reinhard- und Emmi-HeynenPreis geehrt. Außerdem freut sich Professor Süß darüber, dass mittlerweile sechs seiner ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst Professorinnen und Professoren sind. Hochschulselbstverwaltung Auch in der Hochschulselbstverwaltung an der HeinrichHeine-Universität Düsseldorf ist Professor Süß stark engagiert: 3 Von Oktober 2013 bis Dezember 2014 und seit Oktober 2018 Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät 3 Von Januar 2015 bis September 2017 Prorektor für Studienqualität und Personalmanagement „Ich werde von einem erfahrenen und zuverlässigen Team bei meiner Arbeit als Dekan unterstützt“ betont Professor Süß immer wieder als entscheidende Ressource für sein Engagement. Seit Mai 2016 ist er darüber hinaus noch Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Düsseldorf Business School und 2015 und 2018 wurde er mit der Ehrenmedaille der HeinrichHeine-Universität Düsseldorf für besondere Leistungen an der Universität ausgezeichnet. Empirisches Arbeiten lehren Werden im Bachelorstudium noch vor allem die Grundlagen zu Organisation und Personal vermittelt, so liegt es Professor Süß besonders am Herzen, seinen Masterstudierenden empirische und forschungsnahe Lehre anzubieten. Beim Thema Personalmanagement werden bspw. Kleingruppen dazu aufgefordert, ein empirisches Studienprojekt von Anfang bis Ende durchzuführen und zu verschriftlichen. „Mir ist es wichtig, dass unsere Studierenden lernen, datengetrieben zu arbeiten. Die meisten werden zukünftig in Personalabteilungen arbeiten. Dabei ist es
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