PERSONAL quarterly 2/2020
02/20 PERSONALquarterly 3 EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, die Veränderungen der Arbeitswelt sind in vielen Organisationen ange- kommen. Die Bindung an feste Arbeitsorte, Büros sowie standardisierte Zeiten und Organisationsstrukturen lösen sich immer weiter auf. Die Arbeit der Zukunft wird in vielen Bereichen flexibler und projektbasiert organisiert. Die alten Strukturen aus Hierarchien, Planung und Fehler- vermeidung erscheinen unpassend für die schnelllebige und unsichere VUKA-Welt. Die Digitalisierung ist Ermöglicher dieser Veränderungen, indem Menschen anders kommunizieren sowie bei der Arbeit digital unterstützt und von Routineaufgaben befreit werden können. Gleichzeitig drängen jüngere Generationen mit einem neuen Werteverständnis zum Thema Arbeit in die Unternehmen, während die Babyboomer in Rente ge- hen. Für das Jahr 2030 wird ein heute noch nicht vorstellbarer Mangel an Fachkräften in Deutschland prognostiziert. Dies verschiebt die Macht auf dem Arbeitsmarkt hin zu gut ausgebildeten Arbeitnehmern, die darauf achten, dass sie in Organisationen eintreten, die gute Arbeit und gute Arbeitsbedingungen anbieten. Als Reaktion auf diese Umwälzungen in der Arbeitswelt hat sich in Deutschland das Thema New Work, das von dem austroamerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann in Deutschland eingeführt wurde, etab liert. Wir wollen in unserem Heft hinter den Trendbegriff New Work schauen. Im Interview geht es darum, wie international die Zukunft der Arbeit gesehen wird. Eine Fraunhoferstudie beantwortet die Frage, welche Maßnahmen unter dem Begriff New Work in Deutschland eingeführt wer- den. Wir versuchen zu erklären, wie und unter welchen Voraussetzungen New-Work-Maßnahmen Erfolg haben oder scheitern. Ein Fallbeispiel der Commerzbank beantwortet die Frage, wie sich neue agile Strukturen in Organisationen implementieren lassen. Nicht zuletzt geht es darum, wie neue Raumkonzepte neue Arbeitsformen unterstützen können. Gestalten wir die sich verändernde Arbeitswelt! Simone Kauffeld, Herausgeberin PERSONALquarterly Carsten Schermuly SRH Hochschule Berlin
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