PERSONAL quarterly 1/2020

01/20 PERSONALquarterly 3 EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, New Work beinhaltet das zentrale Versprechen, Arbeit besser zu gestal- ten. Autonomie, Selbstverwirklichung und sinnvolle Arbeit sind zentrale Elemente eines Konzepts, das einen fundamentalen und vielschichtigen Wandel der Arbeitswelt beschreibt. Deshalb belebt – trotz einzelner Best-Practice-Beispiele – ein Blick über den Tellerrand der Unterneh- men die Diskussion. Naheliegend ist hier eine vertiefende Analyse der Freiwilligenarbeit, in der definitionsgemäß das traditionelle einfache Austauschverhältnis „Lohn gegen Arbeitskraft“ nicht gilt. Gleichzeitig ist Freiwilligenarbeit wegen der organisationalen Einbettung abzugrenzen von Freizeit. Die Motivstrukturen sind komplex, eine einfache Kategori- sierung „intrinsisch versus extrinsisch“ verstellt mehr, als sie zur Erklä- rung beitragen kann. Vor diesem Hintergrund liefert der Schwerpunkt in diesem Heft einen Einblick in den übergreifenden Stand der Forschung, in ausgewählte Un- tersuchungen zur Wirksamkeit von HR-Maßnahmen (Mitarbeiterbindung und Organisationsentwicklung) sowie in die Bewertung von Freiwilli- genarbeit im Rahmen von Corporate Volunteering. Die Betrachtung geht dabei über reine Freiwilligenarbeit hinaus und umfasst insbesondere auch abhängige Beschäftigungsverhältnisse in gemeinwohlorientierten Non-Profit-Organisationen. Die Beiträge sollen Ihnen Anregungen geben, die Personalarbeit in Unternehmen besser zu gestalten. Das Heft ist damit implizit auch eine Danksagung an das HR-Management in Freiwilligen- und Non- Profit-Organisationen. Unter Schlagworten wie „Professionalisierung“ oder „Managerialism“ wurden bislang Non-Profit-Organisationen in einer lernenden Rolle gesehen und zur Implementierung etablierter Managementmethoden gedrängt. Das Heft soll dazu beitragen, diesen Trend umzukehren. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre! Heiko Weckmüller Hochschule Koblenz

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