Immobilienwirtschaft 3/2025

50 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2025 Menschen & Märkte Portrait über Teilen seiner Gastarbeiter-Familie verteidigen, die ihm rieten "was Ordentliches" zu machen. "Du hast schwarze Haare. Was ist, wenn du später nicht genommen wirst?". Einen Job nach seinem BWL-Studium zu finden, war für ihn aber kein Problem. Er arbeitete unter anderem bei Medienunternehmen wie der Handelsblatt, der Bertelsmann- und der RTLGruppe. Dort war er häufig verantwortlich dafür, Start-ups zu übernehmen oder selbst zu gründen, um die Konzerne fit für die Zukunft zu machen. "DENKEN IST HANDELN" Mit der Zeit wuchs er über seine Rolle hinaus. Trotz seiner guten Jobs reifte in ihm die Erkenntnis: „Ich will meine eigenen Ideen umsetzen.“ Und davon hat er viele. Und weil für ihn „Denken ist Handeln“ gilt, gründete er Mitte der 2000er Jahre sein erstes eigenes Unternehmen im Bereich Smart Metering. Schon bei seinen Stationen in der Multimediabranche durchlebte er rund um die Jahrtausendwende disruptive Veränderungen. Die entschdeidende Frage, die seinen Karriereweg anschließend prägen sollte, lautete: „Welche Branche ist als nächstes dran?“ Mit seinem ersten Unternehmen setzte er sich das Ziel, den „SEINE IDEEN UMSETZEN ZU KÖNNEN, IST EIN LUXUS. MANCHMAL BIN ICH ZU NAIV UND OPTIMISTISCH. ABER DAS IST DAS, WAS MICH ANTREIBT. DAS IST DAS, WAS IN MEINEM INNERSTEN SCHLUMMERT. DAS BIN EINFACH ICH.“ Smart-Meter-Rollout in Deutschland voranzutreiben – ganz wie in Italien, das schon damals flächendeckend auf intelligente Zähler setzte, wie er erzählt. Seit seiner ersten Gründung habe jede Regierung den Rollout in den Koalitionsvertrag geschrieben. Doch fast 20 Jahre später – im Jahr 2025 – liege der Anteil in Deutschland immer noch bei rund drei Prozent – „eigentlich ein Skandal.“ Auch im aktuellen Koalitionsvertrag ist der Rollout fest verankert. „Schaun wir mal“, sagt er mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen. PIONIERE IM SMART ENERGIE-BEREICH Auch wenn Smart Meter damals und heute keinen großen Hype erlebten, erkannte er das Potenzial, das sich aus der Verbindung von Energie und Immobilien ergab. Deshalb gab er sein erstes Unternehmen ab – die Grundidee behielt er aber bei. Mit einer knapp 20-Folien-Präsentation machte er sich auf den Weg, um Kapital für ein neues Unternehmen zu sammeln. Die ersten 300.000 Euro waren schnell beisammen, denn seine Kontakte zu Business Angels und Investoren aus früheren Stationen halfen ihm dabei. „Du bekommst natürlich kein Geld nur wegen 20

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