Immobilienwirtschaft 3/2025

31 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2025 „DER UMBAU VON BESTANDSGEBÄUDEN IST KONSEQUENTER KLIMASCHUTZ. SO GELINGT ES, NEUE FLÄCHENVERSIEGELUNG ZU VERMEIDEN UND SOWOHL KLIMA- ALS AUCH RESSOURCENSCHONEND WOHNRAUM ZU SCHAFFEN.“ Timm Sassen, CEO des Projektentwicklers Greyfield Group den Neubau zurückgehe, stünden viele Büro- und Nachkriegsgebäude leer, so Christina Patz, Koordinatorin für Bauen im Bestand bei Architects for Future Deutschland auf einer Sachverständigen-Anhörung des Bayerischen Landtags. Zwar liege eine Umnutzung auf der Hand, aber die meisten Bauordnungen machten keinen Unterschied zwischen Umbau und Neubau. VERBAND BAUEN IM BESTAND MIT FAST 200 MITGLIEDERN Der Berliner Bausenator Harry Ristock glaubte die Marktakteure zu ihrem und aller Glück zwingen zu müssen. Heute ist es genau umgekehrt. Die Immobilienwirtschaft erwartet von der Politik, dass diese sich bewegt und die nötigen bau- und planungsrechtlichen Spielräume schafft. Akteure der Immobilienwirtschaft haben den Verband für Bauen im Bestand e.V. gegründet, der inzwischen fast 200 Mitglieder hat: Projektentwickler, Architekten, Finanzierer, Bauindustrielle und Dienstleister. Initiator Timm Sassen, CEO des Projektentwicklers Greyfield Group: „Der Umbau von Bestandsgebäuden ist konsequenter Klimaschutz. Durch den Umbau und die Sanierung bestehender Bausubstanz gelingt es uns, neue Flächenversiegelung zu vermeiden und sowohl klima- als auch ressourcenschonend unter anderem dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. In der Umnutzung von Büro und Verwaltungsgebäuden liegt beispielsweise ein Flächenpotenzial für bis zu 1,86 Millionen Wohnungen bis 2040.“ vorhergesehener Herausforderungen in puncto Bausubstanz oder Statik. Revitalisierungskonzepte erfordern das Wissen darüber, was in einem Gebäude „drinsteckt“, und interdisziplinäres Know-how für die Umsetzung. Im Leitprojekt „BAU-DNS“ erarbeiten sieben Fraunhofer-Institute zurzeit einen universalen Systembaukasten für die nachhaltige und zirkuläre Sanierung von Bestandsgebäuden. DAS PLANT DIE POLITIK Die EU-Gebäuderichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, die Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden zu verbessern. Konkret sollen 16 Prozent der Nichtwohngebäude mit den schlechtesten Energieprofilen bis 2030 und insgesamt 26 Prozent bis 2033 renoviert werden. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung wird der Begriff „Bauen im Bestand“ zwar nicht ausdrücklich verwendet. Es sind aber Maßnahmen enthalten, die auf die Förderung von Umbau, Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude abzielen. Auch die neue Regierung will den Gebäudetyp E umsetzen, der Abweichungen von bestimmten zeitraubenden und kostensteigernden Standards ermöglicht. Zur CO2-Reduktion im Bestand soll künftig der Schwerpunkt auf entsprechend geförderten Umbauten statt auf energieeffizientem Betrieb liegen. Geplant ist eine zweistufige Reform des Baugesetzbuches, um unter anderem die Schaffung von Wohnraum durch Umnutzung und Nachverdichtung im Bestand zu erleichtern, und dies nicht nur in A- und B-Lagen. Obwohl die Hälfte der CO2-Emissionen auf „Bei MONTANA binich immer bestens informiert!“ Vertrauen Sie uns – einem der größten mittelständischen Energielieferanten in Deutschland mit über60Jahren Markterfahrung. www.montana-energie.de Energienews für Immobilienprofis auf den Punkt gebracht Jetzt MONTANA Energienews abonnieren! Über den QR-Code oder unter: www.montana-energie.de/ energienews Sie möchten die Dynamiken an den Handelsplätzen für Energie besser verstehen? Regelmäßig über Preisentwicklungen, relevante Themen und gesetzliche Neuerungen aus der Energiewirtschaftinformiert sein? Dann profitieren Sie von unserem kostenfreien Newsservice. Verständlich, praxisnah und kompakt. Wir beraten Sie gerne zu Erdgas und Strom! > 089/64165214oder geschaeftskunden@montana-energie.de

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