Menschen & Märkte Kolumne Es gibt eine Institution in Deutschland, die sich auf vielen Ebenen für gutes Bauen einsetzt: die Bundesstiftung Baukultur. Alle zwei Jahre verfasst sie einen ausführlichen Bericht. Der aktuelle hat unsere Infrastruktur thematisiert. Jetzt geht es um Gestaltung und Prozesse. Es ist nicht egal, wie’s aussieht. Und wie es entsteht. Dazu wurde auf dem Pfefferberg in Berlin eine vorbereitende Werkstatt durchgeführt. In den Räumen der Aedes Galerie, selbst eine legendäre Institution, dokumentieren die Fotos von berühmten Architekten bei den Ausstellungseröffnungen ihre internationale Wertschätzung. In den Stunden intensiver Arbeit mit Planenden und interessierten Bürgern an den unterschiedlichen Werkstatttischen entstanden lange Listen mit Ideen. Ambitionierte Werte und Ziele wurden genannt: Demokratisch soll die Stadtgesellschaft sein, gerecht, nachhaltig und sozial, ein gutes Leben für alle bieten, gemeinwohlorientiert, aber auch interdisziplinäre und niedrigschwellige Entscheidungsprozesse haben. Gerechtere Besitzverhältnisse standen auch an der Tafel. Die einzelnen Quartiere und Häuser sollen langlebig, anpassungs- und kreislauffähig, einfach, behaglich, günstig und katastrophensicher sein. Am Ende des Tages ging ich nachdenklich nach RICHTUNG ZUKUNFT DURCH DIE NACHT Wer an öffentlichen Veran- staltungen teilnimmt, hört von ambitionierten Werten und Zielen. Aber wie wird aus IDEALISMUS Handlungs- macht und Umsetzungswille, die Wirkung haben?
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