58 · Immobilienwirtschaft · 02 / 2025 Regionreport Norddeutschland Real Estate Arena Im Kreise der vielen Plattformen der Immobilienwirtschaft zählen zunächst quantitative Faktoren, ob ein neues Format angenommen wird oder nicht. Gegenüber der Qualität von Programm und Präsentation rückt die Besucherzahl in den kommunikativen Vordergrund. Diesbezüglich ist die Hannoveraner Real Estate Arena (REA) angesichts ihres Starts zu Beginn eines Negativzyklus für die Branche eine Erfolgsgeschichte: Von 3.000 Teilnehmenden im Premierejahr 2022 verdoppelte sich die Zahl im vergangenen Jahr, um 2025 nochmals um 25 Prozent auf prognostizierte 7.500 Messebesucher zu wachsen. Zwar konzentrieren sich Unternehmen in Krisenzeiten auf Großveranstaltungen, wie die zunehmenden Schwierigkeiten kleiner und mittlerer Eventformate zeigen. Doch unabhängig davon scheinen die Spezifika der REA auf Anklang zu stoßen. „Die REA bietet mehr Jugend, mehr Frauen, mehr Regionen und mehr Mittelstand. Damit hat sie Alleinstellungsmerkmale im Kreis der großen Branchenvon der Deutschen Messe AG seit der REA-Premiere 2022 formuliert. Mehr Jugend garantiert die in diesem Jahr erstmalig erfolgte Fusion zwischen Real Estate Arena und der neu firmierenden PropTech-Konferenz „Real Future Conference“. Von Saß konnte das zuletzt in Frankfurt beheimatete und von 1.000 Teilnehmenden besuchte PropTech-Event des Organisators blackprint nach Hannover locken. Für 40 Aussteller und rund 200 Digitalunternehmen für den Immobiliensektor öffnete der Messemanager eine eigene Halle. Sarah Schlesinger, Chefin von blackprint, findet Superlative für das fusionierte Format: „Die Innovations- und Zukunftstreiber der Branche werden auf der Real Future Conference sichtbar und diskutieren, wie wir gemeinsam eine erfolgreichere, zukunftsfähige Bau- und Immobilienwirtschaft schaffen.“ Mehr Frauen spiegeln sich in der Kooperation mit dem Branchennetzwerk „Frauen in Führung“ (F!F) wider, sodass erneut 50 Prozent der Speaker im Messeprogramm weiblich sein 1 DIE BRANCHE EINNORDEN Die REAL ESTATE ARENA (REA), Deutschlands zweitgrößte Plattform für die Immobilienwirtschaft, geht in die vierte Ausgabe. Am 14. und 15. Mai werden rund 7.500 Besucherinnen und Besucher in erstmalig zwei Hallen der Deutschen Messe Hannover erwartet. Damit peilt das Branchenformat ein erneutes Teilnehmerwachstum von 25 Prozent an. Auch wenn der Vergleich zur Expo Real offiziell nicht gewollt ist: Nahezu in allen Punkten stellt sich die REA diametral der ImmobilienLeitmesse in München entgegen. treffs und ist ein echtes Add-on zur großen Schwester Expo Real“, erklärt Uwe Bethge, Gründer der gleichnamigen Rechtsanwaltskanzlei aus Hannover. Bethge zählt zum Gründungskreis der REA-Macher. „Den Anfang bildete ein Kreis zufällig ausgewählter Akteure der lokalen Immobilienwirtschaft.“ Ein Zehn-Jahres-Plan wurde grob umrissen, an dessen Ende die REA als ernstzunehmender Wettbewerber der Expo Real etabliert sein sollte. ANDERS SEIN ALS PRINZIP Der Weg zum Ziel liegt offensichtlich in klarer Abgrenzung zum Münchner Pendant, das sich Kritiken mangelnder Gastfreundlichkeit und Innovationsbereitschaft ausgesetzt sieht, aber als Forum der großen Kapitalgeber unangefochten bleibt. Die Vergleiche sind zumindest auf offizieller Seite niemals explizit, aber die von Bethge genannten REA-Kennzeichen entwerfen ein Gegenprogramm der „etwas anderen Messe“, wie es Projektleiter Hartwig von Saß 1 – 4 MEHRWERT Die REA bietet mehr Jugend, mehr Frauen, mehr Regionen und mehr Mittelstand. Damit hat sie Alleinstellungsmerkmale im Kreis der großen Branchentreffs TEXT Dr. Ulrich Nagel
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