33 · Immobilienwirtschaft · 02 / 2025 1 UVI Unterjährige Verbrauchsinformationen von Brunata- Metrona komfortabel via Tablet 2 FUNKHEIZKOSTENVERTEILER beispielsweise von Techem machen manuelles Ablesen überflüssig Brunata-Metrona Hürth. „Es gab schon immer Wohnungsunternehmen und Immobilienverwalter, die sich an der Selbstabrechnung versucht haben. Etliche davon haben jedoch früher oder später festgestellt, dass sich das für sie nicht rechnet.“ Die korrekte und gesetzeskonforme Erstellung von Heizkostenabrechnungen erfordere umfangreiches Fachwissen, stets aktuelle Technik und formale Anpassungen an rechtliche Rahmenbedingungen, betonen die Experten von Techem Energy Services. Spezialisierte Messdienstleistungsunternehmen stellten sicher, dass alle Anforderungen der Heizkostenverordnung erfüllt werden und die Abrechnung transparent, korrekt und nachvollziehbar bleibe. Ein Beispiel dafür sei die CO2-Kostenaufteilung zwischen Vermietern und Mietern. FÜR DIE MEISTEN VERWALTER UNGEEIGNET Dass sich Verwalter genau überlegen sollten, was sie sich mit der Selbstablesung bzw. -abrechnung ans Bein binden, meint Martin Kaßler, Geschäftsführer des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland e.V. „Womöglich können Kosten für Eigentümer gespart werden. Es muss aber unter „KOSTENDATEN WERDEN ÜBER ALLE GÄNGIGEN ERP-SYSTEME AUTOMATISCH VOM VERWALTER IN SEINE SOFTWARE ÜBERNOMMEN UND KÖNNEN IN EIN EIGENES ABRECHNUNGSPROGRAMM EINFLIESSEN.“ Lennart Jörn, Geschäftsführer Conlivo GmbH, Hamburg 1 anderem bedacht werden, dass die eine oder andere Abrechnung zu Nachfragen oder Konflikten führen kann, da sie nicht nachvollziehbar erscheint. Solche Probleme wurden bisher in der Regel durch Messdienstleister gelöst.“ Ein Verwalter sei damit womöglich personell und zeitlich überfordert. Kaßler: „Ich wage zu bezweifeln, dass das für ein Gros der Immobilienverwaltungen leistbar ist. Es wird am Markt durchaus Immobilienverwaltungen geben, die hier ein Geschäftsfeld sehen bzw. die schon aktiv sind. Das funktioniert aber erst ab einer bestimmten Größe. Für eine Verwaltung mit zum Beispiel 500 Einheiten macht die Selbstabrechnung überhaupt gar keinen Sinn.“ Ob das Ganze für Eigentümer preiswerter würde? Fraglich. Verwalter haben im Grunde den gleichen Aufwand wie ein Messdienstleister. Allerdings habe dieser aufgrund seiner Größe und seines Personaltableaus die Möglichkeit, Prozesse und Aufwand auf Dauer kostenschonender zu skalieren und schneller zu reagieren. Das schätzen auch große Wohnungsunternehmen. „Wir trennen nicht in Hardware und Abrechnung, sondern praktizieren nach wie vor das bewährte Modell aus einer Hand – und lassen sowohl Geräte als auch Abrechnung von einem Dienstleister stellen bzw. erstellen“, so Mischa Lenz, Pressesprecher der LEG-Immobilien-Gruppe. 2
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