9 · Immobilienwirtschaft · 06/ 2024 Deutscher Nachhaltigkeitspreis für zwei deutsche Firmen In den Kategorien „Bauindustrie“ und „Baustoffe“ wurden zwei deutsche Firmen mit dem renommierten Deutschen Nachhaltig- keitspreis 2025 ausgezeichnet. Die Nokera AG, Produzent von Wohngebäuden in serieller Holzbauweise, erhält den Preis in der Kategorie „Bauindustrie“. Die Jury lobte Nokera als Unternehmen, das „besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet“ hat. Durch Digitalisierung, Standardisierung und eine hohe Eigenfertigungstiefe schaffe es Nokera, hochwertige und klimaneutrale Häuser in kurzer Zeit zu bauen, die zudem die Bedingungen für geförderten Wohnraum erfüllen (auf dem Foto ein Projekt aus Mannheims neuem Stadtteil Franklin) aus. Das 2021 gegründete Unternehmen betreibt nahe Magdeburg die weltweit größte Fabrik zur Produktion von Wohngebäuden in serieller Holzbauweise. Madaster, das Materialkataster zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, wurde mit dem Preis in der Kategorie „Produkte“ für den Gebäuderessourcenpass ausgezeichnet, ein wegweisendes Tool zur Dokumentation und Optimierung der Ressourcennutzung in Gebäuden. Der Gebäuderessourcenpass von Madaster ermöglicht es Eigentümern und Investoren, die CO2-Emissionen sowie den Materialwert ihrer Bauwerke zu erfassen und transparent darzustellen. Madaster erhielt bereits 2024 in der Kategorie „Bauindustrie“ den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. 31 Die Heizkosten in Zwei- und Mehrfamilienhäusern sind im vergangenen Jahr nach einer Hochrechnung im Schnitt um gut 31 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem diesjährigen Wärmemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Coworking-Branche vor Marktbereinigung Die Coworking-Branche blickt auf ein gemischtes Jahr zurück. Anlässlich des dritten Kongresses #zukunftcoworking in Köln kommentierte Tobias Kollewe, Präsident des Bundesverbandes Coworking Spaces Deutschland (BVCS), mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent von 1.852 auf 1.918 Spaces könne man theoretisch zufrieden sein. Es zeige sich im aktuellen Jahr eine gemischte Entwicklung: Während in Ballungsräumen und Metropolen die Menge der Coworking Spaces sinkt, nehmen die Angebote im ländlichen und suburbanen Raum weiter zu. Allerdings mussten 2024 rund 200 Coworking Spaces in Deutschland aufgeben – darunter auch große Namen wie everyworks der Deutschen Bahn und die „work republic“-Gruppe. In der Zukunft rechnet Tobias Kollewe damit, dass in den nächsten fünf Jahren jedes zweite Coworking-Konzept verschwinden könnte. Diese Marktbereinigung ist nach seiner Ansicht aber auch wichtig, denn nur auf diese Weise könnten die Konzepte übrig bleiben, die nicht nur flexibel, sondern auch wirklich zukunftsfähig sind. Coworking sei längst kein Nischenphänomen mehr, sondern ein unverzichtbarer Teil der Arbeitswelt geworden.
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==