„DIE GRENZEN ZWISCHEN PERSONAL BRANDING UND CORPORATE INFLUENCING SIND FLIESSEND.“ Nico Kramp, Co-Founder und CSO von Assetbird 41 · Immobilienwirtschaft · 06 / 2024 Schwerpunkt Fachkräftemangel nieren und ihre Sichtbarkeit gezielt nutzen, um die Arbeitgebermarke zu stärken; auf der anderen Seite Führungskräfte und Experten, die durch ihre Authentizität und die Wahl ihrer Themen auf natürliche Weise große Resonanz erzielen. Oft geschieht dies, ohne dass sie es bewusst anstreben, doch sie werden dennoch als mächtige und einflussreiche Stimmen des Unternehmens wahrgenommen. ZWEI ARTEN VON CORPORATE INFLUENCERN So wie Julian Nasiri, Geschäftsführer der ehret + klein Capital GmbH. Er zählt zu den am meisten gefolgten Persönlichkeiten der Immobilienbranche auf LinkedIn. Schon nach wenigen Monaten beim neuen Arbeitgeber trug Nasiris Präsenz auf LinkedIn dazu bei, dass ehret + klein erfolgreich neue Mitarbeitende für Schlüsselpositionen gewinnen konnte. „Ich sehe mich nicht als Corporate Influencer, sondern als jemanden, der mit Leidenschaft und Engagement seiner Arbeit nachgeht und persönliche Themen teilt“, betont Nasiri. „Mein LinkedIn-Profil ist in erster Linie ein persönlicher Account, der mich sowohl als Privatperson als auch in meinem beruflichen Umfeld repräsentiert.“ Vor allem Themen wie „Teamgeist, soziales Engagement und Arbeitsumfeld“ stoßen laut Nasiri bei potenziellen Mitarbeitenden auf Resonanz, da sie für Bewerbende immer wichtiger werden. Nico Kramp, Co-Founder und CSO von Assetbird, nutzt LinkedIn strategisch. Er beschreibt seine Aktivitäten als Mischung aus Personal Branding und Corporate Influencing. Mit seinem wöchentlichen LinkedIn-Newsletter baut er seine persönliche Marke auf, indem er seine Sicht auf Innovationen in der Immobilienbranche und Leadership teilt. In seinen Posts geht es oft um die Vision, den Antrieb und die Erfolge von Assetbird in der PropTech- und Immobilienbranche. „Die Grenzen zwischen Personal Branding und Corporate Influencing sind fließend“, erklärt Kramp. DDie Immobilienbranche steht vor immensen Herausforderungen. Neben dem Druck der digitalen und nachhaltigen Transformation macht vor allem der Fachkräftemangel den Unternehmen zu schaffen. Im aktuellen Bewerbermarkt müssen Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber immer stärker unter Beweis stellen, um sich gegen ihre Mitbewerber durchzusetzen und Talente anzuziehen. Als neue Strategie, mit der sie im War for Talents jetzt versuchen, die Nase vorn zu haben, gewinnt in der Immobilienbranche das Corporate Influencing immer mehr an Bedeutung. Die Stimmen aus den Unternehmen – meist Führungskräfte oder fachliche Experten – nutzen ihre Reichweite auf Social-Media-Plattformen wie LinkedIn gezielt, um ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Der Vorteil, den Corporate Influencer bieten, ist schnell zusammengefasst: Während klassisches Arbeitgebermarketing oft auf allgemeine Botschaften setzt, machen Corporate Influencer Unternehmen persönlich erlebbar. Durch ihre direkte und authentische Kommunikation sprechen sie potenzielle Talente gezielt an. In der zunehmend hart umkämpften Immobilienbranche entwickelt sich Corporate Influencing somit zum neuen Erfolgsfaktor im Wettbewerb um die besten Fachkräfte. Zwei Arten von Corporate Influencern stechen besonders hervor: auf der einen Seite diejenigen, die sich bewusst als Unternehmensbotschafter positioCORPORATE INFLUENCER REVOLUTIONIEREN RECRUITING Im War for Talents nutzen Führungskräfte der Immobilien- branche vermehrt ihre REICHWEITE auf Social Media. Doch was macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg? TEXT Yvonne Hoberg
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