BAUEN UND TECHNIK 23 dungsgrundlage war eine erfolgreiche Pilotphase seit dem Jahr 2023. Aktuell sind 20 Heizungskeller digitalisiert. In Teilen liegen schon Energieverbräuche vor und nach der Optimierung vor. 5 bis 15 % Einsparung wurden erzielt, wobei noch kein Vergleich über komplette Abrechnungsperioden möglich ist. Eine hohe Energieersparnis liegt nicht nur in der Optimierung der Heizwärme, sondern ebenso in der Absenkung der Warmwassertemperatur unter Berücksichtigung der Legionellenvermeidung. Auch bei der optimalen Steuerung von Hybridanlagen, wo Gas eigentlich zur Abdeckung von Spitzenlasten vorgesehen ist, tatsächlich aber die Grundlast deckt, ergaben sich hohe Einsparmöglichkeiten. Die Überwachung der Anlagen über das Dashboard der Software spart bei den räumlich weit auseinanderliegenden Beständen einige Kontrollfahrten. Mehr als 80 Anlagen werden bis spätestens Ende September 2027 an die Software von Green Fusion angeschlossen. Priorität haben Bestandsanlagen, die in den nächsten zehn Jahren zum Austausch anstehen. „Wir erhalten so ein genaues Bild, wie viel Leistung eine neue, dekarbonisierte Anlage haben muss, und sind nicht auf statische Heizlastberechnungen angewiesen“, erklärt Lars Lippelt. Im Bereich der Sektorenkopplung (PV-Strom und Wärme) in aktuell rund 10 % des Portfolios – davon zwei Neubauten und fünf Modernisierungen – optimiert die Software die Eigenerzeugung von Strom und Wärme und damit den Eigenverbrauchsanteil. Mit dem Projekt „Rock 227“ belegten Green Fusion, die Einhundert Energie GmbH und die KHW den ersten Platz in der Kategorie „Energie & Dekarbonisierung“ beim Award „Digitalpioniere der Wohnungswirtschaft 2024“ (siehe auch DW 11/2024, Seite 42-45). In der Wohnungswirtschaft arbeitet Green Fusion unter anderem mit der Düsseldorfer Rheinwohnungsbau, der Bamberger JosephStiftung und weiteren Unternehmen zusammen. Von D auf C Wie viel Einsparpotenzial auch in Gebäuden mit einer vergleichsweise modernen Heiztechnik steckt, zeigt eine Optimierung durch die Sensaru GmbH in einem Mehrfamilienhaus der Curata GmbH, mit Standorten in Hamburg, Karlsruhe und Erfurt. Das 1978 errichtete Gebäude mit sechs Wohneinheiten (Gesamtwohnfläche 485 m²) und einem 2021 installierten Gas-Brennwertkessel mit Solarthermie war Die Anbindung der digitalen Steuerung an bestehende Heizanlagen ist noch Handarbeit. Doch dann übernehmen Algorithmen und KI die Optimierung THEMA DES MONATS
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