Seite 21 - DIE_WOHNUNGSWIRTSCHAFT_2015_01

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Dar-es-Salaamgelockt wurden, ist das neue Heim
ein Segen. Viel menschliche Fürsorge, psycholo-
gische und medizinische Betreuung helfen, aus
den traumatisierten Mädchen wieder fröhliche,
selbstbewusste und zuversichtliche Menschen zu
machen, erklärt DMI-Leiterin Sister Viji.
Ausbildung contra Mädchenhandel
Mit der Benefiz-Golfturnierserie „Golf baut auf.“
werden DW Die Wohnungswirtschaft und die
Haufe-Gruppe die Mädchen im Jahr 2015 weiter
unterstützen. Das Projekt der DESWOS geht in die
zweite Etappe. Sie plant dazu den Bau eines Aus-
bildungszentrums mit zwei Etagen von je 210 m
2
Fläche –mit Vielzweck- und Schulungssälen sowie
drei Ausbildungswerkstätten. Mit einer Ausbil-
dung erhalten die Mädchen eine Chance auf ein
eigenes Einkommen und einen Platz in der tan-
sanischen Gesellschaft. Sie sollen als Schneide-
rinnen, Kosmetikerinnen und Friseurinnen, im
Service- oder Cateringbereich oder als Bürokräfte
arbeiten und sich eine eigene Zukunft aufbauen
können. Lebensberatung und Traumabewälti-
gung helfen zudem dabei. Die DESWOS und ihre
Förderer wollen mit dem Bau des Ausbildungs-
zentrums möglichst schnell 50 Ausbildungs-
plätze schaffen. Schon 2.000 € ermöglichen den
Bau eines Ausbildungsplatzes für ein Mädchen.
Projektpartner ist wiederumder Schwesternorden
DMI. Das Ausbildungszentrum soll den Namen des
verstorbenen DESOWS-Generalsekretärs Georg
Potschka tragen (siehe S. 45 dieser DW).
Weitere Informationen und ein Film
über die Golfturniere unter:
Neubau und Sanierung
Energie und Technik
Rechtssprechung
Haufe Gruppe
Markt und Management
Stadtbau und Stadtentwicklung
Herr Trampe, Entwicklungshilfe schreiben
sich viele Institutionen auf die Fahnen. Was
ist das Besondere an der Arbeit der DESWOS?
Was macht sie unterstützenswert?
Das Besondere ist, dass mit einem kleinen Team
und relativ geringenMitteln viel bewegt wird. Mit
der Schaffung von Wohnraum und in letzter Zeit
auch zunehmend Ausbildung werden die Grund-
bedürfnisse von Menschen befriedigt und damit
der Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt.
Wie gewährleistet man, dass möglichst viel
Geld bei den Bedürftigen vor Ort ankommt?
Bei der DESWOS kommt jeder Spendeneuro direkt
in den Projekten vor Ort an. Durch den Grundsatz
„Hilfe zur Selbsthilfe“ werden dann in der Umset-
zung der Projekte durch die Kofinanzierung vor
Ort, aber auch durch die Beteiligung bzw. Mitar-
beit der Empfänger nachhaltigWerte geschaffen.
Sowird gewährleistet, dass die Spenden nicht nur
ankommen, sondern auch effizient verwendet
werden.
Das Motto der DESWOS-Benefizturnierserie
lautet „Golf baut auf.“. Sie sind begeis-
terter Golfer. Was macht die Kombination
aus wohltätiger Aktivität und Golfsport aus?
Die Turniere 2014 haben es ja gezeigt: In der
entspannten Atmosphäre des Golfsports wurde
viel Geld eingesammelt. Jeder, der dort mit-
spielt, weiß, dass die günstige Teilnahme an den
Turnieren nur durch das Sponsoring möglich ist.
Es war schön, dann am Abend zu erleben, wie die
Portmonees geöffnet wurden und für die DESWOS
gespendet wurde.
Herzlichen Dank für das Interview!
Die Fragen stellte Olaf Berger.
Interview mit Hans Peter Trampe
„Mit einem kleinen Team und relativ
geringen Mitteln wird viel bewegt“
Hans Peter Trampe ist langjähriger DESWOS-Förderer. Der Vorstand des
Finanzdienstleisters Dr. Klein & Co. AG und der Hypoport AG reiste 2010
nach Tansania, um sich ein eigenes Bild vom Land, der Arbeit der DESWOS
und ihrer lokalen Partnerorganisationen zu machen. Dabei entstand – durch
ihn finanziert – ein bewegender Film eines professionellen Filmteams.
Quelle: Dr. Klein
Das neue Wohnheim für die Mädchen kurz nach der Fertigstellung im Jahr 2013