Controller Magazin 6/2019

61 Rollenmodelle dienen der Vereinfachung und der unternehmensinternen Kommunikation komplexer Konstrukte wie z. B. umfangreicher Aufgabenbündel durch die Verwendung von plakativen Rollenbezeichnungen. Damit dienen sie der Abgrenzung und Positionierung einer Stelle in einer Organisation und der Orientie- rung des Stelleninhabers (vgl. Rambusch & Sill, 2007, S. 378 f.). Durch konsistente Rollen wer- den zudem unklare Erwartungen des Stellen­ inhabers selbst sowie anderer Organisations- Welche Rollen nehmen Risikomanager ein? In einer Vorstudie wurden anhand einer Inhalts- analyse von Stellenanzeigen verschiedene Rol- len von Risikomanagern entwickelt und durch die Befragung überprüft. Unter einer Rolle wird ein konsistentes Bündel von Erwartungen an die Aufgaben und die Aufgabenerfüllung der Position des Risikomanagers verstanden (zur Rollendefinition vgl. Wiswede, 1997, S. 26). petenzen wichtiger als fachliche und methodi- sche Kompetenzen. Bei den fachlichen und methodischen Kompetenzen sind vor allem RM-spezifische Kenntnisse sowie Kompeten- zen zur Risikobewertung wichtig, während Statistik- und IT-Kenntnisse überraschender- weise eine geringere Bedeutung haben. Bei den persönlichen Kompetenzen dominiert die Kommunikationsfähigkeit, gefolgt von Eigenin- itiative, Verantwortungsbewusstsein und ana- lytischem Denken. Abb. 4: Verteilung der notwendigen persönlichen Kompetenzen von Risikomanagern, Mehrfachnennungen möglich (n=46) Abb. 5: Rollen von Risikomanagern (Quelle: Vanini, 2018, S. 9 f.) CM November / Dezember 2019

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