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Kurzporträts der Stellenmärkte
Editorial
Softw re-Kompendium 2013
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im Jahr 2012 wurde in Deutschland mit dem Business Intelligence
(BI)-Softwaremarkt mehr als eine Milliarde Euro Umsatz gemacht
– ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr soll bis 2017 folgen
(Lünendonk®-Marktstichprobe 2012 BI). Dies ist wirtschaftlich
sehr bemerkenswert. Für Manager und Controller ist aber noch
bedeutender, dass durch BI der Berufsalltag stark verändert wird.
All die Erleichterungen im Berichtswesen, bei den stark verbes-
serten Analysemöglichkeiten, in der Planung oder beim auto-
matisierten Datenimport sind bereits heute in einer Vielzahl von
Unternehmen Alltag geworden.
Im Moment viel diskutierte BI-Trends sind Big Data Management,
Self-Service BI, Mobile BI, Berichtsvisualisierung, Organisation und
Information Governance – diese Begriffe klingen sehr spannend,
aber sind es wirklich Neuerungen? Mit gro­ßen Datenmengen (Big Data) hatten Unternehmen
aus der Finanz- oder Telekombranche schon immer zu tun, sie führten vor mehr als 30 Jahren
zum Beginn von Data Warehousing. Vor 20 Jahren wurde durch die OLAP-Technik ermöglicht,
dass Anwender selbst in Berichten analysieren konnten, heute nennt man das Self-Service
BI. Schon vor 15 Jahren konnten Berichte über einen Browser im Web dargestellt und mobil
abgerufen werden, heute spricht man von Mobile BI. Sind also diese Trends nur „alter Wein
in neuen Schläuchen“? Ja, es klingt nach viel Marketing. Sieht man die Entwicklung aber in
einem Gesamtkontext, so glaube ich zu erkennen, dass die Veränderungen gegenwärtig so
massiv sind, dass unser Alltag schon bald revolutionär verändert sein wird.
Über den täglichen Umgang mit Smartphones und Tablets und der gleichzeitigen Reifung der
Technologie ist die Hürde zur Anwendung von BI sehr klein geworden. Manager analysieren
heute wirklich selbst. Die Aufbereitung der Daten wird vom speziell dafür ausgebildeten
„Data Analysten“ oder „Information Manager“ professionell erledigt.
Will der Controller seine Daseinsberechtigung erhalten, sind BI-Kenntnisse Pflicht. Will eine
Führungskraft das Unternehmen wettbewerbsfähig halten, braucht es schnelle und richtige
Entscheidungen – dies gelingt zukünftig nur noch mit BI. Die Empfehlung kann also nur sein,
sich intensiv und rasch mit BI auseinanderzusetzen.
Ihr
Liebe Leserinnen und Leser,
Dr. Markus Kottbauer,
design. Herausgeber des Controller Magazins und Vorstandsmitglied der VCW AG,
Partner, Trainer und Berater bei der Controller Akademie AG