Tagen 1/2025

Foto: Martin Pichler REDAKTION Martin Pichler (V.i.S.d.P.) Chefredakteur martin.pichler@haufe-lexware.com AUTOREN UND AUTORINNEN Matthias Garten, Paul Hermann, Katrin Nauber-Happel, Dorothea Olbert, Gudrun Porath, Raphael Werder GRAFIK/LAYOUT Ruth Großer, Maria Nefzger TITELSEITE Grant Faint / gettyimages.de VERLAG Haufe-Lexware GmbH & Co. KG Munzinger Straße 9, D-79111 Freiburg Herausgeber: Reiner Straub www.haufe.com DRUCK L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien, Geldern ANZEIGEN Media Sales Annette Förster Tel. 0931 2791-544 Fax 09367 987604 annette.foerster@haufe-lexware.com Jonas Cordruwisch Tel. 0931 2791-557 Fax 0931 2791-477 jonas.cordruwisch@haufe-lexware.com ANZEIGENDISPOSITION Inge Fischer Tel. 0931 2791-433 Fax 0931 2791-477 inge.fischer@haufe-lexware.com Impressum www.blauer-engel.de/uz195 · ressourcenschonend und umweltfreundlich hergestellt · emissionsarm gedruckt · aus 100 % Altpapier LF 8 66 Sobald Stars auf einer Bühne stünden, neigten sie leider dazu, einfach drauflos zu erzählen. Das sei für das Publikum unbefriedigend, denn diese Art des Vortrags laufe in der Regel weder auf eine konkrete Botschaft hinaus noch berücksichtige sie das thematische Interesse des Publikums oder des Veranstalters. Littbarski empfiehlt deshalb, sich auf den Job eines Speakers konkret vorzubereiten und das Reden erst einmal vor kleinem Publikum zu üben. Trainiert werden sollte auch, wie man als Redner sein Publikum in den Vortrag mit einbeziehen könne. Gerade junge Menschen würden das erwarten. Sie liebten es sogar, auf die Bühne geholt zu werden, um mit dem Redner in eine Interaktion zu treten. Zumindest sollte ein professioneller Speaker sein Publikum auffordern, ihm Fragen zu stellen, und er sollte natürlich in der Lage sein, schlagfertig zu antworten. Littbarski hat leicht reden: Als gebürtiger West-Berliner kann er quasi von Geburt an gleichzeitig charmant und frech sein. Littbarski, der mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1990 in Rom die FIFA Weltmeisterschaft gewann, hat im Laufe seines Lebens schon einige Erfahrungen als TV-Kommentator und Kongressredner gesammelt. Seine Erfahrung lautet: Stars müssten nach ihrer aktiven Zeit erst einmal „runterkommen“ und sich für ein oder zwei Jahre von einem „guten Umfeld“ erden lassen. Ziel des Abkühlens sei es, langsam zu lernen, dass man in Wirklichkeit nicht der Allergrößte sei, der das Recht habe, mit anderen nur noch von oben herab zu sprechen. Die Zuhörenden wollten schließlich nicht wissen, wie schön der Adrenalinschub nach einem geschossenen Tor gewesen sei, sondern sie wollten ehrlich etwas über die Schwierigkeiten auf dem Weg zum Erfolg erfahren. Insbesondere Führungskräfte interessierten sich dafür, wie man aus Niederlagen lernen könne. Manager und Managerinnen seien oft sehr erfahren darin, die selbstverursachten Pannen zu verdrängen und bräuchten Vorbilder für das Lernen aus Fehlern. Unser Foto zeigt Pierre „Litti“ Littbarski (links) neben dem ehemaligen deutschen Fußballspieler Hans Peter „Hansi“ Müller, Europameister von 1980. Beide präsentierten auf einem Netzwerktreffen von Illerhaus Marketing die Redneragentur „Sport Speaker“ aus München (www. sport-speaker.com). Sven Ehricht, Chef von „Sport Speaker“, berichtete von einem überraschenden Trend: Das Thema Motivation spiele bei Vorträgen von Ex-Leistungsportlern und -sportlerinnen nicht mehr die entscheidende Rolle. Das könnten hauptberufliche Motivationstrainer oft viel unterhaltsamer und mitreißender. Ehricht: „Meine Speaker haben alle ihre ganz eigenen Kernthemen, bei denen es um ihre persönlichen Erfahrungen an der Weltspitze geht. So wird dem Publikum ein echter Mehrwert geboten.“ Ehrichts neuestes Produkt: Heike Henkel und Heike Drechsler, Olympiasiegerinnen aus der BRD beziehungsweise der DDR treten gemeinsam auf und reden über Lust auf Leistung in der Wendezeit. Littbarskis Tipps Von Martin Pichler Profisportler sollten nach ihrer aktiven Laufbahn nicht sofort versuchen, als Keynote Speaker die nächste Karriere zu starten, rät Fußballliebling Pierre Littbarski. Hier seine Tipps, wie man es richtig macht.

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