Tagen 1/2025

Hausbesuch 65 Industriegelände kommt. Man erlebt einen sprichwörtlichen Wow-Effekt. Die Grand Hall strahlt äußerlich eine große, architektonische Kraft aus und nach dem Betreten fördert sie durch die moderne Innenarchitektur den kommunikativen Charakter jedes Events. In der Grand Hall feierte im vergangenen Jahr zum Beispiel das DAX-40-Unternehmen Brenntag mit Bundeskanzler Olaf Scholz und 400 Gästen sein 150-jähriges Firmenjubiläum. Und das Magazin „Lebensmittel Praxis“ kürte hier vor rund 500 Gästen den „Supermarkt des Jahres“. Welche Eventtrends haben Sie 2024 beobachtet? Wir können in der Grand Hall mit ihren 4.000 Quadratmetern, die sich über drei Ebenen barrierefrei erstrecken, unterschiedlichste Arten von Events, Konferenzen und Messen für bis zu 2.500 Personen durchführen. Aber derzeit gibt es einen klaren Trend zu etwas kleineren Firmenveranstaltungen. In der Regel treffen sich 300 bis 1.000 Personen vor Ort. Nachdem wir uns intensiv mit den aktuellen Bedürfnissen unserer Kunden auseinandersetzten, haben wir uns jetzt im Bereich Mobiliar, Logistik und technische Infrastruktur so aufgestellt, dass wir komplette Events bis zu einer Teilnehmerzahl von 500 Personen mit unserer hauseigenen Ausstattung ohne externe Dienstleister durchführen können. Dies spart unseren Kunden Zeit, schont ihr Budget und verhindert die Verschwendung wertvoller Ressourcen. Ein wesentlicher Trend besteht also darin, dass eine Location ihren Kunden planerische und organisatorische Arbeit abnimmt, um sie im Tagesgeschäft zu entlasten. Und immer mehr profilieren sich die Locations auch dadurch, dass sie Mittel und Wege aufzeigen, wie trotz angespannter Budgets eindrucksvolle Events umgesetzt werden können. Für Ihren Full-Service-Ansatz sind Sie in der Branche seit langem bekannt … Ja, wir hatten unser Geschäftssystem schon früh weiterentwickelt. Auf Wunsch bieten wir unseren Kunden als Full-Service-Dienstleister einen echten Mehrwert: Wir kümmern uns komplett um eine speziell ausgerichtete Licht- und Tontechnik, das zum Event passende Mobiliar, das Catering, das Non-Food-Catering (Dekoration und sonstige Ausstattungen), die Hotelübernachtungen, den An- und Abreiseservice, die Moderatoren- und Speakerempfehlungen, die Rahmenprogramme und das Branding der Location. Ein Kunde kann auf das gesamte Full-Service-System zugreifen, wenn er das will. Neben der Entlastung im Tagesgeschäft bedeutet das für ihn auch, dass die Lösungen und Konzepte, die unsere Eventexperten für ihn erarbeiten, reibungslos und perfekt funktionieren. Wenn man Full Service anbietet, sollte man seine Prozesse schließlich beherrschen. Und das Personal? Am erfolgskritischsten ist in der Tat das Personal. Es macht einen Unterschied, ob sie von einer hilfsbereiten Mitarbeiterin oder einem hilfsbereiten Mitarbeiter freundlich begrüßt oder ob sie einfach nur von einer gesichtslosen Kraft abgefertigt werden. Das Team der Grand Hall lebt Kundenorientierung als grundsätzliche Haltung vor und daraus resultiert das Verhalten aller Beschäftigten. Das Resultat ist, dass wir ein guter Gastgeber sind. Wir leben die drei Kernwerte Empathie, Echtheit und Wertschätzung, und wenn diese Werte bei unseren Mitarbeitenden nicht ausreichend vorhanden wären, dann wären wir nicht so erfolgreich. Und wir achten sehr genau darauf, dass unsere externen Dienstleister, die wir uns als langfristige Partner aussuchen, auch diese Werte leben. Welche Unterstützung bieten Sie Ihren Kunden aus dem Business bei den Rahmenprogrammen? Wir befinden uns hier auf dem 100 Hektar umfassenden Gelände des größten industriellen Welterbes in Europa. Wir sind hier quasi in einem riesigen Museum und können auf Wunsch sehr viele individuelle Führungen auf dem Gelände und in den wichtigsten Industriedenkmälern organisieren – frei nach dem Motto „Rein in den Koksofen und rauf auf den Förderturm“. Außerdem empfehlen wir einen Besuch des auf dem Gelände liegenden natur- und kulturhistorischen Ruhrmuseums und des Red-Dot-Designmuseums. Der Außenbereich unserer Grand Hall mit seinem industriellen Charme kann in jede Art von Event einbezogen werden – egal ob Sommer oder Winter. Während der Jubiläumsfeier eines Mittelständlers wurde zum Beispiel auf dem Gelände vor der Great Hall für die Familien der Mitarbeitenden eine große Kirmes organisiert. Zum passenden Zeitpunkt wäre aber auch ein firmeninterner Weihnachtsmarkt denkbar gewesen. Solche „Family Days“ stoßen auf große Resonanz, weil individuell für jeden etwas geboten werden kann. Werfen wir einen Blick auf das laufende Jahr. Wie wird sich das Event-Business entwickeln? Wann wird das Vorkrisenniveau von 2019 wieder erreicht werden? Für dieses Jahr bin ich verhalten optimistisch, dass wir die Rezession nach und nach hinter uns lassen können. Wenn die neue Regierung im Amt ist und sich die abwartende Haltung in der Industrie und dem Mittelstand mal wieder in ein kraftvolles „Ärmel hoch und weiter geht´s“ gedreht hat, wird auch die Veranstaltungswirtschaft in Deutschland davon profitieren. Wir sind nach wie vor Messeweltmeister und im Zuge der Messen finden auch immer Vorbereitungs-, Nachbereitungs- und Nebenveranstaltungen statt. Das Jahr 2025 ist ein Rekord-Messejahr, denn die ein-, zwei- und dreijährigen Messetermine fallen nur alle sechs Jahre in das gleiche Kalenderjahr – und das ist eben dieses Jahr. Meine Prognose: Bis Ostern wird es etwas mau, ab Mai geht es zur Sache und um Weihnachten herum werden alle Branchenakteure mit hängender Zunge das Jahresende herbeisehnen! Meine Prognose: Bis Ostern wird es etwas mau. Aber ab Mai geht es in der Tagungsbranche wieder zur Sache.

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