Tagen 1/2025

Die Trends 2025 47 Auf der Messe „Best of Events 2025“ in Dortmund brannte gleich am Vormittag des ersten Messetags ein Speaker aus Wien ein echtes „Feuerwerk“ ab. Thomas Kenyeri, CVO und Founder der Agentur „Kesch – The Brand Experience Company“, hatte die neueste Ausgabe seines jährlichen Trendreports mitgebracht. Zum ersten Mal hatte er mehr als 30 europäische Eventagenturen befragt, um aus deren Marktbeobachtungen Trends herauszudestillieren. Der Kesch-Trendreport 2025 Ein sehr bedeutsamer Trend ist laut Kenyeri die „Tiktokisierung von Veranstaltungen“. Die Generation Y und die Generation Z gelten derzeit unter Marketingprofis als die Hauptzielgruppen von Events. Bei der Generation Y (Millennials) handelt es sich um die Personen, die in etwa im Zeitraum von 1981 bis 1995 geboren wurden. Die Generation Z wurde hingegen zwischen 1995 und 2012 geboren. Diese beiden Gruppen eine, dass sie eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne als die vorhergehenden Generationen hätten und es deshalb wichtig sei, dass Tagungsredner ihre Inhalte in maximal 20 Minuten vermittelten, so Kenyeri. In letzter Konsequenz sei Tiktok, ein Videoportal für Kurzvideos, das „Vorbild“. Hier würden alle Botschaften kurz, knackig und oft auch sehr witzig präsentiert. Die Inhalte eines Kongresses oder Workshops sollten laut Kenyeri nicht nur in Häppchenform angeboten werden, sondern zusätzlich auch noch ein Design haben, das zum Teilen einlädt. Alle Besucher und Besucherinnen wollten selbst auch Fotos und Videos machen und zeigen, dass es auf „ihrem“ Event was Besonderes zu sehen gab. Deshalb sollten die Bühne und der Eingangsbereich „fototauglich“ sein. „Die Bühne muss megageil aussehen“, betonte Kenyeri. Außerdem sollte das Eventlogo als beleuchtete Skulptur im Eingangsbereich aufgebaut werden. Wenn es zum Veranstaltungsthema passe, könnten auch noch Walking Acts für eine bunte Fotokulisse sorgen. Noch wichtiger sei aber, dass alle Inhalte nach einem Event sofort online (als Video, Podcast, interaktiver Blog) verfügbar seien. Events sind laut herrschender Branchenmeinung letztlich nur dazu da, um Content zu erzeugen – für die Anwesenden und für die Menschen, die zu Hause geblieben sind. „Veranstaltungen werden zu Contentmaschinen, die Social-Media-fähige Formate füllen und Events in der Breite wirksam machen“, erklärte Kenyeri. Ein ebenfalls sehr wichtiger Trend bestehe darin, dass Events zu einem „Raum für bedeutungsvolle menschliche Beziehungen“ würden. Menschen suchten nach echten Begegnungen, ein Event sei die beste Gelegenheit dazu. Dazu sollten auf den Events Gemeinschaftserlebnisse möglich gemacht werden. Gemeinsame Aktivitäten schafften emotionale Verbindungen statt oberflächlicher Kontakte. Psychologische Studien zeigten zudem: Der Wunsch nach Zugehörigkeit sei der stärkste Treiber für Eventbesuche. Kenyeri forderte: „Für einen Veranstalter sollte ‚Community first‘ gelten. Er muss Zeit einplanen für alle Arten von Austausch. Und er muss emotionale Erlebnisse mit Storytelling-Formaten und Erlebnisworkshops designen.“ Ein Event müsse zum sozialen Anker werden. Sinn macht es laut Kenyeri auch, auf Gesundheit und Wohlbefinden der Teilnehmenden zu achten. Ruhezonen, gesunde Verpflegung, Massagen und in das Programm eingebaute Achtsamkeitsformate seien wichtig, damit die Teilnehmenden sich erholen könnten. Das Wohl der Teilnehmenden solle unbedingt im Mittelpunkt stehen. Der Österreicher forderte seine Zuhörer auch dazu auf, den Trend zur künstlichen Intelligenz (KI) nicht zu verschlafen. Die Teilnehmenden wollten KI als Helfer: Die KI solle ihnen ein personalisiertes Kongressprogramm besorgen, Networking-Vorschläge machen und auf interaktive Ausstellungen und intuitive Technologien hinweisen. QR-Codes sollte es nur dort geben, wo sie einen Nutzen stifteten. Zum Schluss gab es noch einen bemerkenswerten Denkanstoß: Einige Events lassen sich laut Kesch-Trendreport in Mikro-Events aufspalten. Das seien kleine „Side Events“. Kleine Zielgruppen träfen sich in den Hotels rund um die Event-Location, um ganz intim Community-Building zu betreiben. Es gehe darum mehrere Communitys zu bilden. Kenyeris Motto: Klein ist manchmal größer. Die Vok Dams Analyse der Event-Trends 2025 Auch die Agentur Vok Dams aus Wuppertal hat die Entwicklung der Eventbranche aufmerksam beobachtet und zum Jahreswechsel neun Trends veröffentlicht. Es geht dabei darum, dass Nachhaltigkeit ein zentrales Thema bleibt, dass agiles Eventmanagement für maximale Flexibilität sorgt und dass künftig Entscheidungen auf datenbasierten Erkenntnissen beruhen, statt auf Intuition oder Erfahrung. Besonders erwähnenswert ist der Trend zum „Mindfulness-Focused-Event“. Das sind analoge Rückzugsorte, die das „bewusste Erleben des Moments“ ermöglichen. In einer Welt ständiger digitaler Erreichbarkeit gewinnen laut Vok Dams achtsame Formate an Bedeutung. Die Wuppertaler sind überzeugt: „Solche Formate fördern echte Begegnungen, stärken das Wohlbefinden und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Sie spiegeln den Wandel hin zu mehr Achtsamkeit und der Priorisierung mentaler Gesundheit wider. Für Marken bieten sie eine einzigartige Gelegenheit, emotionale Bindungen aufzubauen und sich durch intensive Erlebnisse zu differenzieren.“ Ein weiterer Trend ist die stärkere Nutzung künstlicher Intelligenz (KI). Sie wird als Gamechanger bezeichnet. KI optimiere Prozesse, personalisiere Erlebnisse und analysiere Daten in Echtzeit. So werde jedes Event einzigartig und individuell auf die Teilnehmenden zugeschnitten. Von der Planung über die Durchführung bis zur Nachbereitung sorge KI für viel effizientere Abläufe und beeindruckende Erlebnisse als Zu Beginn des Jahres 2015 wurden mehrere Studien veröffentlicht, die die Tagungsverantwortlichen in der Wirtschaft und die Eventprofis der Hotellerie über die derzeit wichtigsten Branchentrends aufklären wollen. Wir stellen hier die „heißesten“ Studien vor und sagen, welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden können. Fazit: Der persönliche Kontakt wird immer wertvoller.

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