REDAKTION Martin Pichler (V.i.S.d.P.) Chefredakteur martin.pichler@haufe-lexware.com AUTOREN UND AUTORINNEN Sarah Beer, Christina Kahre, Dr. Jenny Köppe, Barbara Messer, Uta Müller, Katrin Nauber-Happel, Gudrun Porath, Dr. Charlotte Schmitz, GRAFIK/LAYOUT Ruth Großer, Maria Nefzger TITELSEITE Jan Bruhnke / EventElevator VERLAG Haufe-Lexware GmbH & Co. KG Munzinger Straße 9, D-79111 Freiburg Herausgeber: Reiner Straub www.haufe.com DRUCK L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien, Geldern ANZEIGEN Media Sales Annette Förster Tel. 0931 2791-544 Fax 09367 987604 annette.foerster@haufe-lexware.com Bernd Junker Tel. 0931 2791-556 Fax 0931 2791-477 bernd.junker@haufe-lexware.com ANZEIGENDISPOSITION Inge Fischer Tel. 0931 2791-433 Fax 0931 2791-477 inge.fischer@haufe-lexware.com Impressum www.blauer-engel.de/uz195 · ressourcenschonend und umweltfreundlich hergestellt · emissionsarm gedruckt · aus 100 % Altpapier LF 8 74 tagen Foto: vectoricons / gettyimages.de und mit ein paar neuen Einsichten nach Hause fliegen, sollte man neidvoll unterstellen. Aber wer als echter Nobody seinen „Davos-Moment“ sucht, der sollte zusätzlich noch Vorträgen lauschen, die so ähnliche Titel tragen wie „Von Künstlern Kreativität lernen“ oder „Neues aus der modernen Physik“. „Eile mit Weile“ könnte ein Motto sein, das für alle Eventbesucher und Eventbesucherinnen überall auf der Welt gilt. Denn jede Veranstaltung wird erst durch einen unerwarteten Zufallsfund, den man für sich selbst konstruktiv nutzen kann, so richtig wertvoll. Konstruktiv nutzen heißt, dass man aber schon (in seinem beruflichen Leben) ein bestimmtes Ziel haben sollte, auf das man sich zubewegen will. Grundsätzlich sollte sich also jeder vor seinem nächsten Kongress- oder Messebesuch fragen: Kann ich selbst die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mir etwas Gutes in den Schoß fällt?“ Es geht beim Davos-Moment in Wahrheit weniger um Glück, sondern mehr um eine Offenheit, Dinge wahrzunehmen, die unbedeutend scheinen. Und dann geht es noch Martin Wolf, Chief Economics Commentator der Financial Times, schrieb in der Ausgabe vom 19. Januar 2026 über seine Rolle als Davos-Besucher, es sei ein Muss für ihn, die Vorträge, Diskussionsrunden und Networkings, die ihn inhaltlich interessierten, gezielt auszuwählen und dann diszipliniert zu besuchen. Auf der anderen Seite müsse er sich aber auch dazu zwingen, sich einfach nur treiben zu lassen, weil er den wirklich frischen Ideen bislang in der Praxis nur durch Zufall begegnet sei. Wolf spricht von einer Art Erleuchtung, dem „Davos-Moment“, der dieser sehr paradoxen Situation entspringe. Viele andere Davos-Jünger sprechen ebenfalls von unerwarteten Glückstreffern, die bei ihnen den Horizont erweitert hätten. Über die offiziellen Leitthemen wie Digitalisierung oder Globalisierung erfahre man leider nur wenig Neues. In den Mainstreamveranstaltungen sei in der Regel inhaltlich nicht viel los. Aber zum Glück gebe es ja den Zufall. Dass die in das Schweizer Bergdorf gereisten Super-Prominenten aus ihren elitären Gesprächsrunden gut informiert um die Fähigkeit, diese Kleinigkeiten so zu verbinden, dass sie Sinn ergeben. Man könnte in diesem Zusammenhang von einer gewissen „Glücksbereitschaft“ sprechen. An dieser Stelle lässt sich der Begriff „Serendipity“ nicht mehr vermeiden, denn um ihn geht es auf dieser Seite. Es handelt sich laut Wikipedia um die Bezeichnung für einen „unerwarteten Zufallsfund, der durch eigenes Handeln konstruktiv genutzt wird“. Serendipity geht auf eine persische Fabel von drei Prinzen aus dem Land Serendip (ein alter Name für Sri Lanka) zurück. Die Prinzen kombinierten einst auf einer Wanderung in einem fremden Land einige zufällige Beobachtungen zu einer präzisen Beschreibung eines sehr wertvollen Kamels, das entlaufen war und das dank ihrer Hilfe wiedergefunden wurde. So wurden sie Freunde des Königs, dem das Kamel gehörte – was ihnen später bei diplomatischen Missionen überraschend oft half. Wir lernen: Es lohnt sich, darauf zu vertrauen, dass sich Dinge fügen und man seinen persönlichen Serendipity-Moment findet. Nix los in Davos? Von Martin Pichler Im Januar fand wieder einmal das Weltwirtschaftsforum in Davos statt. Es gab 280 offizielle und rund 1.000 private Veranstaltungen in fünf Tagen. Lesen Sie, wie man auch ohne Prominentenstatus aus solchen Events Nutzen zieht.
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