Tagen 1/2026

tagen tagen 01.26 48 Foto: solarseven / gettyimages.de Ein Keynote-Speaker, der auf der Messe „Best of Events“ Anfang 2026 richtig gute Laune und viel Optimismus verbreitete, war Colja M. Dams, Geschäftsführer der Vok Dams Events GmbH aus Wuppertal. „Ihr habt alle die richtige Branche gewählt“, rief er seinem Publikum zu und ergänzte: „Wir Eventprofis arbeiten in der einzigen Wachstumsbranche der gesamten Kommunikationsdisziplin.“ Die Marketingchefs liebten Live-Events mehr denn je und erhöhten gerade die entsprechenden Budgets, weil Live-Events der einzige Weg seien, dem KI-generierten ContentMüll etwas entgegenzusetzen. Colja Dams: „Nur eigene Events garantieren authentische Auftritte und echten Impact.“ Vok Dams: Veranstaltungstrends 2026 Die Eventagentur Vok Dams („Seit 50 Jahren stehen wir für Innovation und Inspiration im Event- und Live-Marketing“) hat eine Reihe von aktuellen Eventtrends ermittelt. Hier alle Trends (siehe auch www.vokdams.de), die dieses Jahr mehr oder weniger intensiv prägen werden. 1. Größere strategische Bedeutung. Wenn ein Unternehmen B-to-B oder B-to-C sichtbar sein will, dann braucht es in erster Linie die sozialen Medien. Aber dort filtern Algorithmen alle Botschaften und bestimmen zunehmend, welcher Content wo ankommt. Live-Events umgehen diese Barriere. Sie schaffen die notwendige Aufmerksamkeit. Im Jahr 2026 werden Unternehmen mehr denn je Veranstaltungen nutzen, um Orientierung zu geben und Menschen zu aktivieren. „Veranstaltungen sind keine isolierten Kommunikationstools mehr, sondern strategische Marken-Touchpoints mit klarem Zweck und messbarer Wirkung.“ Der entscheidende Unterschied zwischen einem schwachen Event und einem effektiven Event liegt in der Frage: Was sollten die Teilnehmenden nach diesem Event anders machen? Der Call-to-Action bildet deshalb den Kern jedes Eventdesigns. 2. Erfahrungen erzeugen Aufmerksamkeit. Die Aufmerksamkeit wird eine knappe Ressource im Jahr 2026. Unternehmen müssen Events bieten, über die die Menschen noch Monate später sprechen, weil sie Emotionen auslösten, die Identität stärkten und einen Konversationswert schafften. Und dieser Konversationswert ist die neue Währung. 3. KI wird Co-Stratege. KI verändert die Art und Weise, wie Profis Veranstaltungen planen, insbesondere in der Strategie- und Konzeptentwicklung. Mit „digitalen Doppelgängern“ können Ideen, Dramaturgien, Inhalte und Touchpoints im Voraus simuliert werden, nicht auf der Grundlage von Annahmen, sondern auf simulierten Reaktionen eines geklonten Publikums. 4. Events erzeugen Gemeinschaften. Veranstaltungen schaffen Zugehörigkeit. Ob Mitarbeiter, Kunden oder Stakeholder: Gemeinschaften entstehen dort, wo Menschen zusammen etwas erleben, gestalten und sich engagieren. Deshalb werden Events zunehmend als langfristige Beziehungsmotoren konzipiert – nicht als einzelne Einheiten. 5. Mehr Micro-Events. Der Trend geht zu kuratierten Formaten für kleinere Zielgruppen. Mikroveranstaltungen schaffen Nähe, Relevanz und tiefen Dialog - hohe Berührung statt hoher Lautstärke. Die Flaggschiffevents werden mit vielen kleinen Touchpoints ergänzt, die flexibel über Regionen, Zielgruppen oder Märkte hinweg eingeführt werden. Kleine Gruppen ermöglichen einen tieferen Austausch, stärkere Beteiligung und einen sinnvolleren Dialog. 6. Mitarbeiterevents als strategisches Werkzeug. Kick-offs, Kulturtage und Führungsformate für die Mitarbeitenden gewinnen im Jahr 2026 weiter an Bedeutung, weil sie erreichen, was EMails, Folien und Intranet-Posts oft nicht können: Orientierung, Identifikation und Energie. Wenn Führung sichtbar ist und die Mitarbeiter aktiv eingebunden sind, entstehen Vertrauen, Klarheit und Schwung. Das macht interne Veranstaltungen zu einem Von Gudrun Porath Zu Beginn des Jahres 2026 wurden drei Studien veröffentlicht, die die Tagungsverantwortlichen in der Wirtschaft, die Eventprofis in den Agenturen und die Tagungshoteliers über die derzeit wichtigsten Branchentrends aufklären. Wir stellen sie hier (stark gekürzt) vor und sagen, welche Maßnahmen Eventprofis daraus ableiten sollten. Fazit: Der persönliche Kontakt wird im Business immer wertvoller. Live-Events notwendiger denn je

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