Tagen 1/2026

Porträts wenn dann alle fröhlich abreisen, ist das für uns als Team ein sehr schönes Gefühl“, so Terhürne. Ihr Anspruch ist es, immer besser zu werden und dabei stets mit Respekt und auf Augenhöhe zu kommunizieren. Das bedeutet, auch bei Fehlern, die passieren, nicht etwa nach Schuld zu suchen, sondern Verständnis zu haben, um dann gemeinsam das Beste daraus zu machen. „Es muss immer spannend sein“ Sylvia Hatesuer, Bilm im Glück. Der tägliche Kontakt mit ihren Gästen ist für Sylvia Hatesuer immer noch das Schönste an ihrem Beruf. Obwohl sie als Inhaberin des Parkhotels Bilm im Glück bei Hannover natürlich viele andere Dinge zu tun hat, schaut sie immer noch am liebsten, ob für die Gäste alles in Ordnung ist und sich auch alle im Hause wohlfühlen. Das gilt gleichermaßen für die Mitarbeiter. „Ohne Team keine Gäste, ohne gute Vibes keine guten Gastgeberqualitäten“, so ihre Überzeugung. Dabei ist für Hatesuer die innere Haltung entscheidend: „Ich möchte, dass es nett ist, hier zu arbeiten, dass alle Spaß haben. Dazu braucht es ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“ Alle sollen mit offenen Augen durch das Hotel gehen und bemerken, wenn jemand Stress hat, um dann helfend einzuspringen. „Wenn das jeder so macht, gibt es für alle eine gewisse Leichtigkeit, das ist mir sehr wichtig.“ Sie selbst hat im Parkhotel ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau absolviert, diverse Fortbildungen und Fernstudien hinzugefügt und empfand schon immer ein Streben nach Verantwortung, neue Aufgaben zu übernehmen, neue Dinge zu lernen. Es musste für sie immer spannend bleiben. So arbeitete sie sich bis zur Direktorin hoch, um dann 2014 das Hotel als Eigentümerin zu übernehmen. Offenheit für Neues, den Weitblick für das große Ganze bei gleichzeitig detailverliebtem Organisationstalent, das sind Sylvia Hatesuers Stärken. „Ich mag es, zu entscheiden, gebe anderen aber auch gerne Luft und Raum. Wenn eine Sache läuft, kann ich gut loslassen.“ Man müsse nicht 80 Stunden die Woche arbeiten, das habe man früher mal für richtig gehalten, aber junge Leute achteten heute auf ihre 39 Stunden. „Und ich finde das gut“, sagt Hatesuer. Nur Langeweile darf bei ihr persönlich nicht aufkommen, dann muss es gleich etwas Neues geben - sei es ein Umbau, ein neuer Wintergarten für den Wellnessbereich oder auch nur eine Kleinigkeit wie der vorgemischte Saunaaufguss, den Gäste selbst anwenden können, den sie sich bei einem privaten Saunabesuch abgeschaut hat. Der „innere Durst“, wie sie den Wunsch nach Optimierungen nennt, ist immer noch da. Das ist manchmal anstrengend, aber es bleibt stets spannend im Parkhotel Bilm im Glück. „Tolles Kundenfeedback motiviert am meisten“ Stefanie Fröhlingsdorf, Hotel Altes Stahlwerk. „Man muss für den Beruf brennen, die Gäste lieben und seine Persönlichkeit ins Haus einbringen“, so beschreibt Stefanie Fröhlingsdorf (51), Direktorin im Hotel Altes Stahlwerk in Neumünster, ihr Erfolgsgeheimnis. Dazu gehört für sie Beharrlichkeit und der innere Wunsch, Menschen glücklich zu machen. Bevor sie ernsthaft glaubt, etwas funktioniere nicht, muss schon viel passieren. Als eine Gästegruppe kurzfristig mit 30 Personen mehr als geplant anreiste, man aber eigentlich ausgebucht war, wurden kurzerhand Räume umgewidmet, umgeräumt und alles getan, um Platz zu schaffen, sodass es am Ende für alle eine runde Sache „ Es geht darum, zu entscheiden und Dinge anzustoßen. Und das gerne auch mit Weitblick.“ Stefanie Fröhlingsdorf, Direktorin des Hotels „Altes Stahlwerk“ in Neumünster wurde. „Es macht einfach Freude, wenn etwas klappt, wo man am Anfang ‚Oh je, was nun‘ dachte. Wenn am Start einer Veranstaltung mal etwas schiefläuft, muss man es ehrlich ansprechen, Lösungen finden und am besten noch ein Sahnehäubchen draufsetzen. Die Gäste honorieren das“, schildert Fröhlingsdorf ihre Erfahrungen. „Im Feedback wird dann lobend erwähnt, wie gut wir mit einem Problem umgegangen sind.“ Das geht natürlich nur mit einem motivierten und intakten Team. Und das gibt es nur mit einem guten Betriebsklima. Daher stehen bei Stefanie Fröhlingsdorf Gäste und Mitarbeitende auf einer Stufe. Regelmäßige Gespräche mit allen Mitarbeitenden und Abteilungsleitern führt sie immer mit dem Ziel, die Abläufe zu optimieren. An ihrer Position als Hoteldirektorin schätzt sie besonders die Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen und Dinge anzustoßen, gern auch mit Weitsicht: In der Coronazeit ist ein sehr aktives Netzwerk aus vier Hotels entstanden, deren Chefs sich seitdem monatlich treffen, austauschen und unterstützen. „Kooperationen und Austausch mit Kollegen, aber auch mit anderen Akteuren der örtlichen Wirtschaft, der Stadt- und Tourismusentwicklung bringen die ganze Region und damit auch unser Haus weiter“, so Fröhlingsdorf, die auch stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats in Neumünster ist. Für neue Ideen ist sie offen, auch und besonders, wenn es um die Küche geht, denn sie lernte den Beruf der Köchin, bevor sie über diverse Stationen und Weiterbildungen zur Direktorin im Alten Stahlwerk wurde. „Ausdauer, Flexibilität und Individualismus haben mich weitergebracht und die vielen unterschiedlichen Gäste bringen auch eine Entwicklung hervor. Das macht unseren Beruf so spannend.“ Während unter der Woche Tagungsgäste ins Haus kommen, finden am Wochenende auch Bankette und Konzerte statt. Darüber hinaus gibt es in Neumünster viele dänische Gäste. Individualität, viele neue Ideen und Charakteristisches kommen da bei den Gästen gut an. So gibt es im Hotel einen eigenen Bäckermeister, der Glühwein wird selbst gemacht, die Crossover-Küche bietet immer wieder unterschiedliche Verkostungen an. „Wenn wir Feedback erhalten wie ‚Wir hatten dank Ihrer Unterstützung ein tolles Teamevent‘, dann weiß man, wofür man morgens aufsteht.“

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