tagen tagen 01.26 24 Als wesentliches Element einer Klausurtagung gilt der räumliche Abstand vom normalen Arbeitsalltag. Gesucht wird ein Freiraum, in dem Gedanken fließen, Kreativität entsteht und in dem Menschen offen für Neues sind. Die Devise „Hauptsache raus aus dem Haus“ ist zwar richtig und notwendig aber nicht hinreichend, sagen Personalerentwickler und Veranstaltungsprofis. Denn es macht einen Unterschied, ob und wie gut der gewählte Rückzugsort zu den Zielen der Klausurtagung passt. Das richtige Klausurhotel auswählen Klausurteilnehmende möchten sich in der Regel abschotten, die Tür hinter sich schließen, dabei möglichst in eine andere Welt verschwinden, in der die Alltagshektik draußen bleibt und die Uhren für eine bestimmte Zeit langsamer ticken. Wie diese andere Welt genau aussehen soll, hängt von den unterschiedlichen Bedürfnissen ab. Größere Gruppen, die in partizipativen Formaten wie World Cafés oder Zukunftswerkstatt eine neue Organisationsstruktur erarbeiten wollen, stellen andere Ansprüche als Vorstandsgruppen, die in einem sehr kleinen Kreis über ihre Unternehmensstrategie nachdenken. Manche verstehen unter Klausur ein fast schon Einsperren in einen Raum ohne jegliche Ablenkung, andere wollen sich zwar zurückziehen, bauen aber auch gezielte Breakout-Momente wie ein kurzes Rahmenprogramm mit ein. Wieder anderen ist es besonders wichtig, das ganze Haus für sich allein zu haben, um keinen anderen Gästen zu begegnen. Tagungshotels, die sich besonders für die Durchführung von Klausuren eignen, haben durchaus unterschiedliche Profile, die zu den unterschiedlichen Bedürfnissen passen. Denn Klausur ist nicht gleich Klausur. Worum geht es in der Abgeschiedenheit? Sollen Zahlen, Daten, Fakten erörtert werden? Sollen neue Produkte entwickelt werden? Soll das Miteinander verändert werden? Geht es ans Eingemachte, müssen Menschen ihre innere Haltung ändern? Gilt es, hierarchische Vorstellungen aufzubrechen? Gerade dann spielen Ambiente und Service des Hotels Von Katrin Nauber-Happel Wenn die Führungskräfte oder die Chefs und Chefinnen eines Unternehmens für einige Tage ungestört und intensiv diskutieren wollen, dann ziehen sie sich oft in ein Klausurhotel zurück. Der Begriff Klausur kommt vom Lateinischen „claudere“ und wird recht frei mit sich einschließen übersetzt. Im Sprachgebrauch von Berufstätigen könnte der Begriff auch „sich auf das große Ganze konzentrieren“ bedeuten oder auch „außerhalb des gewohnten Umfelds einen Perspektivwechsel versuchen“. Klausurhotels: je ruhiger, desto besser Foto: DEEPOL by plainpicture/Martin Barraud
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