_148LT_ANZEIGE_Haufe_Sonderheft TAGEN April 2026_210x143.pdf; s1; (210.00 x 143.00 mm); 30.Jan 2026 09:11:29;PDF_CMYK_Profilanwendung_ab150dpi; L. N. Schaffrath DruckMedien tagen 20 gen aller Fluggeräte überprüft. In den Stunden vor der Show finden Testläufe statt, bei denen einzelne Drohnen oder kleine Gruppen ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Die Sirius GmbH nutzt innovative Boxen, aus denen die Drohnen starten und in denen sie wieder landen. Die Fluggeräte lassen sich auf den Zentimeter genau steuern. „Dadurch sparen wir Vorbereitungszeit, weil wir nur die Boxen an Ort und Stelle bringen müssen, aber nicht jede Drohne einzeln platzieren müssen“, hebt Fabian Göddert hervor. Trotz aller Sorgfalt können technische Probleme auftreten, weshalb seriöse Anbieter immer Reservedrohnen bereithalten. Fällt ein Gerät während der Vorführung aus, kann die Software die Choreografie in Echtzeit anpassen, sodass die entstehende Lücke im Schwarm möglichst wenig auffällt. Bei gravierenderen Störungen, etwa einem kompletten Ausfall des GPS-Signals oder bei plötzlichem Starkwind, muss die Show eventuell sogar abgebrochen werden. Ein verantwortungsvoller Anbieter wird im Vorfeld klare Kriterien definieren, unter welchen Bedingungen ein Abbruch erfolgt, und dies vertraglich festhalten. „Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen oder Eventagenturen ist es derzeit, seriöse Anbieter zu finden“, erklärt Jens Hillenkötter, CEO von Nocturne Drones aus Osnabrück. Er ist gleichzeitig Chairman der im vergangenen Jahr gegründeten „Droneshow Alliance“, einer Initiative professioneller Anbieter von Drohnenshows mit bereits rund 100 Mitgliedern. Bisher gibt es keine Zertifizierungen oder Label, die einem Anbieter von Drohnenshows gewisse Mindeststandards bescheinigen. Daher wurde im vergangenen Jahr die Alliance gegründet. Deren Mitglieder müssen gegenüber der Alliance bestimmte Qualitätsstandards gewährleisten. Wie seriöse Anbieter finden? Unternehmen können in Haftung genommen werden, wenn sie bei der Auswahl vermeintlich günstige Angebote nutzen und es später zu einem Unfall kommt. Dann können die Auftraggeber wegen eines „Auswahlverschuldens“ in Mithaftung genommen werden, falls sie sich nicht genügend informiert haben. „Viele Showdrohnen sind nicht zugelassen, da wird alles eingesetzt, von billigen China-Importen bis hin zu Selbstgebasteltem“, weiß Hillenkötter. „Wenn dann was passiert, zahlt keine Versicherung.“ Mittelfristig wird in der Branche wohl eine Normung eingeführt. Hillenkötter entwickelt im „DIN-Normenausschuss Luft- und Raumfahrt und unbemannte Luftfahrzeugsysteme“ derzeit ent-
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