tagen tagen 02.25 6 Eine aktuelle Studie zeigt, dass in Berlin Hallen für Kongresse fehlen. Eine Potenzialanalyse, die im Auftrag von Visit Berlin und der Messe Berlin erstellt wurde, ergab, dass besonders im Segment mittelgroßer Kongresse (zwischen 1.000 und 5.000 Teilnehmenden) Handlungsbedarf bestehe. Mit ein bis zwei weiteren neuen Kongresshallen könnten 76 zusätzliche Kongresse in der Hauptstadt stattfinden. Der geschätzte wirtschaftliche Mehrwert läge bei rund 78 Millionen Euro jährlich. „Die Analyse bestätigt, dass der Markt mehr Berlin möchte,“ sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin. „Weltweit entstehen neue Kongresszentren. Es ist wichtig, dass wir hier mithalten können. Kongressgäste lassen viel Geld in der Stadt, das kann Berlin gut gebrauchen.“ Die Messe Berlin will jetzt so schnell wie möglich am Standort der Messehalle 9 unter dem Funkturm ein neues Kongresszentrum mit rund 12.000 Quadratmetern Fläche errichten, das multifunktional nutzbar ist. Damit wird das Messegelände gezielt um Kapazitäten im mittleren Segment erweitert. Laut Visit Berlin fanden 2024 genau 60.886 Business-Meetings mit insgesamt 9,1 Millionen Teilnehmenden statt. „Neben den Großevents sind es vor allem die vielen kleineren Tagungen und Meetings, die Berlin wirtschaftlich tragen. Tagungen sind die Lagerfeuer der Moderne“, erklärt Burkhard Kieker. Berlin braucht mehr Kongressflächen PROGNOSE: HOTELPREISE STEIGEN LEICHT Der „Global Business Travel Forecast“ zweier Organisationen für Geschäftsreisen (GBTA und CWT) sagt nur moderate Schwankungen bei den Hotelraten voraus. Zu starken Schwankungen könne es allerdings durchaus kommen, wenn die wirtschaftlichen Unsicherheiten deutlich zunähmen und geopolitischen Spannungen stiegen. Die Hotelpreise bleiben dem Forecast zufolge nach aller Wahrscheinlichkeit weiter auf dem aktuell hohen Niveau, weil weltweit eine steigende Nachfrage auf ein begrenztes Zimmerangebot trifft. Weltweit stieg 2024 der durchschnittliche Zimmerpreis pro Tag um 1,9 Prozent auf 161 Dollar. Für 2025 wird ein moderates Wachstum von 1,2 Prozent erwartet, gefolgt von einem Anstieg um 1,8 Prozent im Jahr 2026. Falls eine Rezession kommt, könnten die Zimmerraten kurzfristig um 3,7 Prozent sinken.
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