Tagen 2/2025

tagen tagen 02.25 22 Die optimale Kaffeepause Von Martin Pichler Alle Seminar- und Tagungshotels machen sich Gedanken, was sie zu den Kaffeepausen als Snacks anbieten könnten. Ein Hotel hat sein Pausenangebot jetzt von einer Ernährungsexpertin für Brainfood bewerten lassen. Fazit: Gemüsechips sind ein gesunder Genuss. Aber Kuchen als Soulfood darf sein. Nancy Rizos aus Starnberg, eine diplomierte Ernährungstrainerin, hielt vor kurzem Seminare zum Thema Managergesundheit im Tagungs- und Seminarzentrum Schloss Marbach in Öhningen ab. Gerald Nowak, Geschäftsführer von Schloss Marbach, nutzte die Chance, die Snacks seines Hauses, die zu den Kaffeepausen gereicht werden, von der bekannten Expertin beurteilen zu lassen. Sie nannte das Pausenangebot eine gelungene Kombination aus „Brainfood und Soulfood“ und war von folgenden Snacks besonders angetan: • G emüsechips. Beeindruckt war die Expertin von den schonend (langsam, mit wenig Öl) gerösteten Gemüsechips, die reich an Ballaststoffen und Mineralien sind. Wegen der fehlenden Süße halten die Chips auch den Blutzuckerspiegel stabil – was als wichtiger Faktor für die Konzentration am Nachmittag einer anstrengenden Konferenz gilt. • H eidelbeeren. Ein weiteres Highlight waren für die Expertin die Heidelbeeren, die aufgrund ihres hohen Polyphenolgehalts den BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) fördern. Dieser Faktor ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Hippocampus, der für Gedächtnis und Konzentration verantwortlich zeichnet. • S chokolade. Auch die Schokolade mit einem hohem Kakaoanteil, die neben den Pausengetränken lag, wurde positiv gewürdigt, denn auch sie hat die Fähigkeit, den BDNF zu unterstützen und gleichzeitig für einen ausgesprochen genussvollen Moment beim Essen zu sorgen. • N üsse. Nüsse, die in kleinen Schälchen angeboten wurden, waren für die Expertin ebenfalls sehr wichtig, weil sie unter anderem wertvolle Fettsäuren und reichlich Ballaststoffe enthalten. Walnüsse gelten als besonders förderlich fürs Gehirn, da sie reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Lecithin sind und zudem die Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit verbessern. Mandeln können das Gedächtnis positiv beeinflussen. Pistazien helfen dabei, Fettsäuren zu erhalten und Entzündungen vorzubeugen. Ein Verzehr von Nüssen kann die geistige Leistungsfähigkeit steigern und insbesondere die Konzentration fördern. Täglich etwa eine Handvoll Nüsse zu essen, hilft weiter. • E nergy Balls. Neben den Brainfood-Optionen fand die Ernährungsexpertin auch das Soulfood-Angebot gelungen. Sie hob besonders die kleinen Energy Balls hervor, die durch Zutaten wie Zimt den Blutzuckerspiegel stabilisieren. Energiebällchen (auch Energiekugeln, Energy Balls oder Müslikugeln genannt) sind Konfekte aus Trockenobst und weiteren Zutaten wie Nüssen, Getreideprodukten, Rohrzucker, Rübensirup oder Honig. Die Zutaten werden miteinander verknetet und üblicherweise in Sesamkörnern oder Kokosraspeln gewälzt. • Q uiches. Auch Quiches, die mit Buchweizenmehl zubereitet werden, fielen als gesunde Ergänzung des Pausenangebots auf. Quiches sind herzhafte kleine Kuchen mit gesunden Zutaten wie Gemüse. Das französische Wort „quiche“ hat seinen Ursprung im deutschen Wort „Kuchen“ und ist eine Spezialität aus der Region Lothringen. • Hummus. Als zusätzliches Angebot empfahl die Expertin noch, für mehr Protein in den Pausen zu sorgen – zum Beispiel durch Hummus (einen cremigen Kichererbsen-Dip) mit Gemüsesticks. Mit Hummus könne man den herzhaften Teil des Pausenangebot weiter optimieren. Expertin Nancy Rizos betonte auch die Bedeutung der richtigen Getränkewahl während intensiver Tagungen. Sie empfahl, den Tag mit einem belebenden Grüntee zu beginnen, der nicht nur Energie spendet, sondern auch die geistige Leistungsfähigkeit unterstützt. Auch Ingwer-Kurkuma-Shots am Morgen werden von ihr empfohlen. Für den Nachmittag wird zum aromatisierten Wasser geraten – zum Beispiel stilles Wasser mit Minze. Das sei eine gesunde und erfrischende Alternative zum Kaffee. So könne man den Geist fokussiert halten, ohne den späteren Nachtschlaf zu beeinträchtigen. Das Schloss Marbach (75 Zimmer, 14 Tagungsräume, ein Bootsanleger, ein Golfplatz) liegt am Auslauf des Bodensees. Mieter des historischen Schlosses und des weitläufigen Geländes ist seit 2005 der Schweizer Schokoladen- und Kakaokonzern Barry Callebaut, der im letzten Jahr über zehn Milliarden Schweizer

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