tagen tagen 02.25 18 Es gibt ihn – den positiven Trend hin zu einer immer gesunderen Ernährung. Der 15. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) belegt, dass der Gemüseverzehr pro Kopf in Deutschland von 94 Kilogramm im Jahr 2010 auf 105 Kilogramm im Jahr 2024 gestiegen ist. Das entspricht einem Zuwachs von 11,7 Prozent. Der Verzehr von Gemüse schwankte allerdings in den letzten fünf Jahren etwas. So lag der Pro-KopfKonsum 2021 sogar bei 111 Kilogramm, um dann 2022 wieder auf 103 abzusinken. „Die Trends in Sachen gesunder Ernährung gehen immerhin in die richtige Richtung“, meint Studienautor Kurt Gedrich bei der Vorstellung der DGE-Analyse. Auch wenn der Gemüseverzehr zunimmt, gilt allerdings: In Deutschland wird immer noch (gemessen an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) zu wenig Gemüse gegessen. Seminar- und Tagungsgäste könnten mithelfen, den Trend zum Gemüseteller zu beschleunigen, wenn sie sich klarmachten, dass bestimmte Gemüsesorten die Durchblutung des Gehirns fördern. Gemüse ist nämlich nicht nur ein Sattmacher, sondern auch ein Fitmacher, der den nachmittäglichen Abfall der Aufmerksamkeit und der Merkfähigkeit verhindern kann. Wie Gemüse die geistige Leistungsfähigkeit steigern kann Für eine kurzfristige Steigerung der Konzentration und eine Intensivierung der Denkprozesse sind vor allem Gemüsearten geeignet, die schnell verfügbare Nährstoffe liefern und den Blutzuckerspiegel auf einem ausgeglichenen Niveau halten. Solch ein besonderes Gemüse ist: • B rokkoli. Der Brokkoli ist ein echter Tausendsassa unter den Gemüsen. Er ist reich an Vitamin K, Folsäure, Lutein und Betacarotin. Diese Stoffe fördern die Konzentration und das Gedächtnis. Brokkoli enthält auch viele B-Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium sowie Eisen. Diese Stoffe wirken antioxidativ. Das Wort „antioxidativ“ beschreibt die vorzügliche Eigenschaft von Substanzen, den Körper vor oxidativem Stress zu schützen, indem sie sogenannte freie Radikale neutralisieren. • K arotten. Die Karotten sind reich an Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Karotten dienen als Energiequelle und sind gut für die Nerven. Sie enthalten nämlich auch Kalium, Eisen, die Vitamine B und C und Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. • S ellerie. Der Sellerie enthält Kalium und wirkt rasch belebend. Aber Sellerie hat zusätzlich auch neben der Folsäure eine Vielzahl von Antioxidantien zu bieten. • G urken. Die Gurken liefern dem Körper Wasser. Sie erhöhen schnell den Wassergehalt - insbesondere der Haut - und helfen bei Müdigkeit durch einen Frischeeffekt. • P aprika. Das Vitamin C in einer Paprika und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen bei einem Menschen für eine erhöhte Reaktionsfähigkeit. Paprika enthält außerdem Zink, Magnesium und Eisen, was die Nervenfunktionen fördert. • T omaten. Die Tomaten liefern Antioxidantien, fördern die Durchblutung und wirken außerdem kurzfristig aktivierend. Tomaten schützen die kognitiven Fähigkeiten durch Karotinoide und andere Nährstoffe. Sie sichern die Versorgung mit B-Vitaminen, Magnesium, Eisen und Eiweiß und sind gut geeignet, die im Laufe einer Tagung auftretende Müdigkeit zu vertreiben. Die Mehrheit der Ernährungswissenschaftler ist sich einig: Die schnelle Aufnahme von Wasser, Vitaminen und Mineralstoffen aus frischem Rohgemüse wirkt kurzfristig aktivierend auf den menschlichen Körper. Besonders der Vitamin-K-Kick durch Brokkoli oder der Frischeeffekt von Gurken und Sellerie sind schon nach wenigen Minuten spürbar. Fazit: Ein Snack aus Paprika, Karotten und Brokkoli sorgt für einen schnellen Konzentrationsschub - was zu Beginn einer Tagungseinheit oder einer Diskussionsrunde optimal sein sollte. Ganz praktisch wird das Gemüse von den Tagungsteilnehmenden roh gegessen, um den Soforteffekt auszunutzen. Bei akuter Konzentrationsschwäche hilft auch ein Mix verschiedener Nüsse. Tagungshotels sollten deshalb für den schnellen Mentalkick neben der Kaffeemaschine eine Schale mit Nüssen und eine Schale mit Karotten-, Paprika- und Selleriesticks griffbereit haben, denn diese Gemüsearten wirken oft schon wenige Minuten nach dem Verzehr und helfen, kurzfristig wieder wacher und aufmerksam zu werden. Wie alles anfing: die üblichen Gemüserezepte vom Auflauf bis zur Pfanne Tagungs- und Kongresshotels meinen es gut mit ihren Kunden, wenn sie Gemüse anbieten. Aber kaum ein Gast, der von der Vielseitigkeit des Gemüses überzeugt ist, wird sich mit Selleriestangen in der Kaffeepause zufrieden geben. Statt Fleisch oder Fisch sollte deshalb auch zumindest ein Teller voller Gemüse Als am „sträflichsten unterschätztes Essen“ hat das TimeMagazin gerade den Sellerie wegen seiner Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe bezeichnet.
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