PM Spezial Trends in Recruiting 04/2025

Technologieeinsatz 7 standardisierte Aufgaben wie das Versenden von E-Mail-Bestätigungen Zeit und Ressourcen fressen, wenn sie rein manuell erledigt werden. Konkrete Einsatzfelder Der ICR Recruiting Benchmark Report 2024 zeigt auf, wo KI im Recruiting-Alltag am stärksten an Bedeutung gewinnt (siehe auch die Abbildung auf Seite 6). • S tellenanzeigen: Digitale Assistenten analysieren Inhalte, schlagen Keywords vor und heben gewünschte Qualifikationen hervor oder schreiben gleich eine optimierte Stellenanzeige. So entstehen passgenauere Texte, die Bewerberinnen und Bewerber besser ansprechen. • Social-Media-Inhalte: Ob Linkedin, Instagram oder Tiktok: Recruiterinnen und Recruiter erhalten automatisierte Vorschläge für Postings, um unterschiedliche Zielgruppen effizient zu erreichen. • Automatisierte E-Mail-Antworten: Die gängigsten Fragen zu Stellenangeboten oder Bewerbungen beantwortet das System eigenständig. Recruiterinnen und Recruiter können sich dadurch stärker auf den persönlichen Dialog konzentrieren. • Interviewfragen: Während Vorstellungsgespräche immer auch Fingerspitzengefühl erfordern, liefern KI-Tools Vorlagen für passend zugeschnittene, objektivere Gesprächsleitfäden – basierend auf Anforderungen, Qualifikationen und/oder Soft Skills. • Active Sourcing: Die Suche nach spannenden Profilen lässt sich automatisieren: KI unterstützt beim Durchforsten digitaler Netzwerke, erstellt Suchketten mit Keywords und generiert auf Wunsch maßgeschneiderte Erstansprachen. • E mployer Branding: Chatbots auf Karriereseiten, personalisierte Newsletter oder gezielte Imagekampagnen – KI übernimmt Routinetätigkeiten rund um die Arbeitgebermarke. • SEO-Optimierung: Wenn Stellenausschreibungen bei Google, Indeed und Co. rascher gefunden werden sollen, schlägt KI relevante Begriffe vor und analysiert das Textniveau. • Recruiting-Kampagnen: Wer eine breite Bewerberbasis erreichen will, plant aufwendige Kampagnen. KI generiert erste Ideen für Slogans, Anzeigenformate und Streuung in digitalen und offline Kanälen. Praxistipp: Schrittweise Integration Unternehmen, die bislang auf manuelle Prozesse vertrauen, können gezielt mit Pilotprojekten starten – idealerweise in Prozessschritten, die sich oft wiederholen, arbeitsaufwendig sind, den Recruiterinnen und Recruitern keinen Spaß machen, keinen hohen Wertbeitrag leisten oder die Produktivität und Qualität deutlich steigern. Beispiele sind automatisierte Eingangsbestätigungen, KI-gestützte Stellenanzeigen oder Suchketten im Active Sourcing. So lässt sich testen, wo der Mehrwert am größten ist und wie das Team entlastet wird. Unternehmen, die erste Automatisierungen umgesetzt haben, sollten den Blick auf weitere KI-Anwendungen richten: Zeitersparnis, Qualitätssteigerungen durch zielgenauere Ansprache und eine konsistentere Kommunikation lassen sich in zahlreichen Bereichen umsetzen. Wer tiefer einsteigen will, sollte allerdings die Themen Datenschutz und Fairness im Auge behalten. Gerade bei der Vorselektion von Bewerbungen ist Transparenz gefragt, damit keine ungewollten Verzerrungen sowie Verstöße

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