Stellensuche 5 Social Media: 54 Prozent). Akademikerinnen und Akademiker vertrauen seltener auf Google (49 Prozent) als Menschen mit einfachem Schulabschluss (85 Prozent). Bewerberinnen und Bewerber für Pflegeberufe setzen stärker auf Google (71 Prozent) als Menschen, die sich für IT-Berufe bewerben (52 Prozent). Die Stärken der Jobportale Aus Sicht der Stellensuchenden bringen die jeweiligen Kanäle unterschiedliche Pluspunkte mit sich. Die großen generalistischen Jobbörsen schneiden beim Thema „Angebote für den eigenen Beruf“ und „größtes Angebot an Jobs“ am besten ab. Google liegt bei diesen Kriterien auf Platz zwei. Beim Kriterium „Jobs in der Region“ können die regionalen Jobportale – wenig überraschend – die höchste Zustimmung verbuchen. Eine kleine Mehrheit der Befragten sieht Spezialisten-Jobbörsen vorn, wenn es darum geht, Stellenangebote zu finden, die woanders nicht veröffentlicht sind. Auch hier zeigen sich bei einzelnen Zielgruppen abweichende Meinungen. So sagen 41 Prozent der IT-Profis über große Jobbörsen: „Ich finde dort viele Angebote für meinen Beruf“, aber nur 30 Prozent der Pflegekräfte sind dieser Ansicht. Jüngere Stellensuchende unter 25 trauen Google eher zu, viele Angebote für ihren Beruf bereitzustellen, als Ältere über 44. Verbesserter Bewerbungsprozess Bei den Angeboten der Arbeitgeber gibt es erfreuliche Entwicklungen, stellte die aktuelle Studie „Best Recruiters“ fest. Hierfür wurden 325 Kriterien entlang der Candidate Journey analysiert und über 1.200 Arbeitgeber im Dach-Raum untersucht. In Deutschland haben sich vor allem die Mobile Usability und die Bewerbungsresonanz verbessert. Das heißt: In mobilen Bewerbungsformularen werden etwas weniger Daten abgefragt als im Vorjahr. Die Beantwortung von Bewerbungen erfolgt etwas schneller, gleichzeitig bleiben weniger Bewerbungen unbeantwortet. Auch bei den Kontaktanfragen per E-Mail geht es in die richtige Richtung: Die Frage nach dem Status der Bewerbung wurde deutlich häufiger beantwortet als die Bitte um einen Kontakt in die Fachabteilung, die im Vorjahr angefragt wurde. Arbeitgeberleistungen, die über das Gehalt hinausgehen, stellen mittlerweile einen wichtigen Faktor dar, um neue Mitarbeitende für das Unternehmen zu gewinnen. Im aktuellen Jahrgang der Best-Recruiters-Studie sind Benefits auf 82 Prozent der untersuchten Karriereseiten verankert – sieben Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Bei Online-Stellenanzeigen gibt es hingegen einen Aufwärtstrend: Aktuell sind Benefits in 94 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen angegeben – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte. Die Studienautoren schließen daraus, dass Arbeitgeber zielgerichteter vorgehen und die kommunizierten Anreize tatsächlich auf die jeweilige Stelle abstimmen, anstatt diese allgemein zu halten. Auch bei zielgruppenspezifisch präsentierten Inhalten auf der Karrierewebseite sind die Arbeitgeber in Deutschland gut aufgestellt: 89 Prozent bereiten auf ihrer Karriereseite Informationen für mindestens eine Zielgruppe speziell auf. Dieser Wert ist seit 2020/21 stabil. Vor allem Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende werden zielgruppenspezifisch abgeholt. Dagegen werden Menschen mit Berufserfahrung verhältnismäßig selten als individuelle Zielgruppe adressiert.
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==