Business Schools 20 personalmagazin Business Schools 2026 Foto: Evelyn Freja / Connected Archives Der grundlegende Unterschied eines dualen Masters zu einem berufsbegleitenden Master ist: Der Berufsalltag ist fester Bestandteil des Studiums. „Studiengang und Job passen inhaltlich zusammen. Der Arbeitgeber ist eingebunden und unterstützt das Studium“, erklärt Conny Mayer-Bonde, Direktorin und Dekanin des Fachbereichs Wirtschaft am Center for Advanced Studies der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW CAS). Häufig werde die Arbeitszeit leicht reduziert, aber außerhalb der Studien- und Selbstlernphasen und dem Besuch von Präsenzveranstaltungen werde regulär im Unternehmen gearbeitet. Ein zentrales Merkmal eines Masterstudiums ist laut Conny Mayer-Bonde der enge Theorie-Praxis-Transfer: „Erlerntes wird direkt im Job angewendet und die Studienarbeiten behandeln oft konkrete betriebliche Fragestellungen.“ Deshalb wird vielfach der Begriff „berufsintegrierend“ im Kontext des dualen Masters genannt. Etwas anders sieht es dagegen beim berufsbegleitenden Master aus. Hier läuft das Studium parallel zur Berufstätigkeit, muss aber inhaltlich nicht mit dem aktuellen Job zusammenhängen. Es eignet sich auch für eine berufliche Neuorientierung und der Arbeitgeber muss nicht informiert werden. Der Trend zum dualen Master In Deutschland existieren laut Statista knapp 2.000 duale Studiengänge, wobei der Großteil (über 1.700) auf das BachelorNiveau entfällt. Doch die Masterangebote verzeichnen ein signifikantes Wachstum. Das liegt unter anderem an der steigenden Beliebtheit des dualen Bachelors: Wer im Bachelor-Studium die Kombination von Praxiserfahrung und Studium schätzen gelernt hat, will vielleicht auch einen Master auf diese Weise erwerben. Zudem suchen andere Berufstätige nach Möglichkeiten, einen zweiten akademischen Abschluss zu erwerben, bei dem sie weiterarbeiten und Fragen aus ihrem beruflichen Alltag behandeln können. Darüber hinaus sprechen konkrete Zahlen für einen dualen Master. Das Kooperationsprojekt Absolventenstudien (KOAB) des Instituts für angewandte Statistik stellte in einer Absolventenbefragung fest, dass duale Masterstudierende des DHBW CAS nach ihrem Abschluss stärker Leitungsfunktionen und Personalverantwortung übernehmen: 43 Prozent im Vergleich zu 27 Prozent der vergleichbaren HAW-Alumni. Und sie erzielen ein höheres Medianeinkommen. Immer mehr Unternehmen sehen einen dualen Master als förderlich für die Mitarbeiterentwicklung und -bindung an: „Arbeitgeber profitieren beim dualen Master vor allem von frühzeitig qualifizierten Fach- und Führungskräften, die ihr aktuelles Wissen direkt im Betrieb anwenden“, sagt Dr. Katrin Gessner-Ulrich, Präsidentin der IST-Hochschule für Management. Sie sieht die konkreten Vorteile für Arbeitgeber in der frühzeitigen Bindung von Talenten, im direkten Wissenstransfer und in einem geringeren Recruiting-Risiko: Unternehmen können Bachelorabsolventen und Berufstätige gezielt auf eigene Bedarfe hin entwickeln und die Übernahme nach dem Abschluss vorbereiten. Aktuelle Studieninhalte fließen unmittelbar in Projekte und den Arbeitsalltag ein. Durch die mehrsemestrige Zusammenarbeit lernen Unternehmen die Studierenden fachlich und persönlich kennen, bevor sie sie in eine feste Position übernehmen. Letzteres gilt vor allem für Fälle, in denen Unternehmen und Studierende erst für den dualen Master zusammenfinden. Häufig arbeiten die Studierenden bereits im Unternehmen und der Arbeitgeber schlägt ein duales Masterstudium vor – oder die Dual zum Mastertitel Von Daniela Furkel Studieren und gleichzeitig am Berufsalltag teilnehmen: Diese Kombination bietet ein duales Studium. Vor allem im Bachelor-Bereich sind duale Studiengänge beliebt. Immer häufiger werden auch duale Masterstudiengänge angeboten und nachgefragt.
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