Personalmagazin - Neues Lernen 6/2025

7 Standpunkte Mit dieser Erkenntnis beschreibt Sirka Laudon, die inzwischen als Personalvorständin bei Axa ausgeschieden ist, ihren Besuch im Hochseilgarten mit ihrem Führungsteam. Im Oktober schreibt sie auf Linkedin: »Das sollte ein Offsite zum Thema Mut werden. Am Ende wurde es ein Offsite über psychologische Sicherheit.« Denn ohne Sicherheit bleibe Mut nur ein Gedanke. »Mut entsteht nicht im luftleeren Raum. Mut wächst dort, wo Vertrauen ist. Psychologische Sicherheit heißt: Ich darf. Ich muss nicht.« M it wissenschaftlicher Evidenz untermauert Anne Burmeister, Professorin an der Universität Köln, auf der Zukunft Personal Europe und im Podcast »neues lernen«, wie zentral Wissensaustausch in Organisationen ist und Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende bringt. Voraussetzung ist aber: dass Mitarbeitende zum Wissensaustausch befähigt und Barrieren abgebaut werden. »Wissensaustausch ist ein interaktiver, kommunikativer Prozess zwischen Menschen. Das muss auch gelernt sein.« »Wenn ein Unternehmen eine KI-Vorreiterrolle anstrebt, ist die Lernfähigkeit entscheidend – sprich, wie schnell und strukturiert Mitarbeitende neue Kompetenzen aufbauen können. Genau darin lässt sich die AI Readiness messen.« Dass aktuelle Diskussionen um die AI Readiness vor allem um Technologie und Investitionen kreisen, greife zu kurz, findet Nikolaz Foucaud, Managing Director EMEA bei Coursera. Zentral sei es, Lernen als strategisches Führungsinstrument zu verankern, nicht als HR-Nebenprojekt. Foto: AXA Konzern AG So Nele Graf, Geschäftsführerin von Lernhacks und Professorin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, auf der L&D pro in München. Mit ihrem Vortrag wollte sie bewusst provokativ sein, um aufzurütteln dafür, dass Personalentwicklung Business-Relevanz braucht und die Diskussionen sich verschieben sollten, weg vom Thema Kursoptimierung, hin zu Time-to-Competence. »Lernformate sind wie Apps – ohne das passende Betriebssystem funktionieren sie nicht.«

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