Personalmagazin Plus 5/2021

31 Interview Welchen Hauptnutzen haben die Teil- nehmer von IhremMBA? Die Teilnehmer können einen auf ihre individuellen Fortbildungsbedürfnisse gestaltbaren MBA-Studiengang belegen oder sich auf Spezialthemen wie Digitale Führung oder Digitales Expertenwissen konzentrieren. Wie integrieren Sie digitale Lernange- bote in das Studium? Schon lange vor der Corona-Pandemie hat die Hochschule Landshut im Projekt „Digitales-Studieren.Bayern“ Erfahrun- gen und Kompetenzen in digitaler Prä- senzlehre gesammelt. Daher sind die Lehrformen imMBA „Digitale Unterneh- mensführung“ eine Mischung aus E- Learning und (digitaler) Präsenzlehre. Im Vordergrund steht aber eindeutig die Präsenzlehre, die eine seminaristische Auseinandersetzung zwischen Dozieren- den und Teilnehmerinnen und Teilneh- mern ermöglicht. Hinzu kommen An- wendungsphasen in den hervorragenden Digitallaboren der Hochschule. Was ist das Besondere an Ihrem Stu- dienprogramm? Grundlage des Studienangebots sind intensive Gespräche mit Unternehmen der Region sowie Absolventinnnen und Absolventen der Hochschule Landshut. In diesen Gesprächen wurde deutlich, dass alle Weiterbildungsinteressierten eine Individualisierung – auch in einem MBA-Studiengang – wünschen, um die akademische Weiterbildung gezielt und entsprechend dem jeweiligen Profil für die berufliche Weiterentwicklung zu nutzen. Als wesentliche Themengebiete, die in dem Studienangebot angespro- chen werden sollten, konnten aus der Befragung „Führung und Leadership“ und diverse „IT-basierte Technologien und Methoden“ ermittelt werden. Diesen nachfrageorientierten Anforderungen werden wir in dem MBA-Studiengang „Digitale Unternehmensführung“ ge- recht: Die Studierenden haben die Wahl „Bereitet optimal auf Führungs­ positionen im digitalen Zeitalter vor.“ zwischen der Belegung einzelner Mo­ dule, einem Hochschulzertifikat oder dem berufsbegleitenden Masterstudien- gang „Digitale Unternehmensführung“ (MBA). Gibt es besondere Schwerpunkte bei Ihrer Ausbildung? Weshalb bieten Sie diese Spezialisierungen an? Inhaltlich baut das Studienangebot „Digitale Unternehmensführung“ auf vier wesentlichen Säulen auf. Dabei wird eine möglichst hohe Flexibilität durch das Baukastenprinzip und die weitere Spe- zialisierung über die Wahlpflichtmodule gewährleistet. Die erste Säule ist Digitale Führung: Die Module dieses Bereichs beschäftigen sich mit aktuellen Entwicklungen in der Führung und bereiten optimal auf Führungspositionen im digitalen Zeit- alter vor. Ergänzend können wahlweise bis zu zwei Module aus Bereichen wie „Coaching“ oder „Konfliktmanagement“ gewählt werden In der zweiten Säule wird Digitales Ex- pertenwissen vermittelt: In diesem Modulblock können die Studierenden Kompetenzen in den Themenfeldern IT- Sicherheit, Internet of Things, Industrie 4.0, Data Science und Analytics, Digi- tal Marketing, Additive Fertigung oder Blockchain-Technologien erwerben. Die dritte Säule beschäftigt sich mit den Grundlagen der Unternehmensführung: Die Studierenden erhalten Kenntnisse und Kompetenzen in allen Rechtsthemen rund um die Digitalisierung, in der Ent- wicklung und Implementierung digitaler Strategien, im agilen Management und in Controlling und Kostenmanagement. Um Entrepreneurship geht es in der vier- ten Säule: Vor der Erstellung der Mas- terarbeit erhalten die Studierenden in demModul „Entrepreneurship“ zum Ab- schluss die Gelegenheit, Einblicke in ak- tuelle Methoden wie Design Thinking zu gewinnen und in interdiszplinären Teams eine konkrete digitale Geschäftsidee in- klusive Businessplan zu entwickeln. Da ein immer höherer Bedarf an kürzer- fristigen Weiterbildungsangeboten be- steht, wurden auch drei neuartige Zerti- fikatslösungen entwickelt – sogenannte Certificates of Advanced Studies (CAS), die jeweils drei Module umfassen: CAS Grundlagen der Unternehmensführung, CAS Digitales Expertenwissen und CAS Digitale Führung. Prof. Dr. Karl Stoffel, Studiengangsleiter im MBA Digitale Unternehmensführung

RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==