Personalmagazin Plus 5/2021
personalmagazin plus: MBA 2021 Foto: Max Siedentopf MBA 14 Seit dem Frühjahr 2020 wird online und hybrid unterrichtet. Dabei haben die Business Schools fest gestellt: Viel wichtiger als die technische Aufrüstung ist die Anpassung der didaktischen Konzepte. Fünf Schulen berichten, wie sie mit fehlender Spontaneität und Inter aktion umgehen, wenn keine Face-to-Face-Lehre möglich ist. Von Daniela Furkel und Hannes Selz Alles ist anders in der Lehre. Das gilt auch für die Business Schools, die bislang vornehmlich Präsenzunterricht anboten. So hat die IESE Business School ihren Executive MBA in ein hybrides Format für alle Studierenden, die nicht persönlich teilnehmen können, umgewandelt. In Deutschland, am Stand- ort München, findet derzeit eine hybride Klasse via Zoom statt. IESE: Klare Vorgaben für Online-Kurse Das bringt laut Eduard Calvo, Professor im Department of Pro- duction, Technology and Operations Management der IESE Busi- ness School, einige Nachteile für die Teilnehmenden mit sich – angefangen von „Zoom Fatigue“ bis hin zu einer geringeren Bildschirm statt Klassenraum Aufmerksamkeitsspanne, einem beschränkten visuellen Zugang zu dem, was gerade im Klassenraum passiert, und Hemmnissen, sich zu beteiligen. Auch die Dozierenden haben eingeschränkte Möglichkeiten. Für sie ist es schwierig geworden, die Stimmung im virtuellen Klassenzimmer wahrzunehmen. Auch Elemente der nonverbalen Kommunikation gehen abhanden. Eduard Calvo, der in der IESE Business School verantwortlich dafür ist, die Lehre an die Gegebenheiten anzupassen, ging daher explizit der Frage nach, wie die Sitzungen umgestaltet werden sollen. Seine Prämissen: Wer länger als fünf Minuten spricht, verliert die Aufmerksamkeit der Studierenden. Die Studierenden müssen regelmäßig einbezogen werden – mit unterschiedlichen Methoden. Vorab ist eine klare Ansprache notwendig, wie die
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