Personalmagazin Plus 5/2021

12 MBA personalmagazin plus: MBA 2021 Ein Projekt bei seinem Arbeitgeber Bosch brachte Frank Lutz in die USA. Dort belegte er Weiterbildungskurse an der Stanford University und begeisterte sich für die Vortragsweise der Dozierenden. Als er beschloss, ein MBA-Studium zu starten, fiel die Wahl auf ein Online-Programm. Der Geist des Silicon Valley Von Hannes Selz Das Angebot kam überraschend. Lange überlegen musste Frank Lutz aber nicht, als ihm sein Vorgesetzter vorschlug, ins Silicon Valley zu wechseln. Der studier- te Wirtschaftsingenieur war seit 2013 bei Bosch beschäftigt, zunächst als techni- scher Einkäufer, danach als Teamleiter für den Aufbau von Supply Chains für neue Produktplattformen. Nun sollte er 2016 als Expat das damalige Start-up SEEO unter- stützen, das an der Entwicklung inno- vativer Autobatterien arbeitete. „Was ich im Silicon Valley erlebt habe, war unbe- schreiblich, vor allem das Tempo disrupti- ver Innovationen und das Entrepreneurial Mindset haben mich beeindruckt“, blickt Lutz heute zurück. Rasch wurde ihm das enorme Potenzial der Digitalisierung be- wusst. „Also habe ich mich dazu entschie- den, einen berufsbegleitenden MBA mit entsprechendem Fokus zu beginnen.“ Bereits in seiner Anfangszeit in den USA hatte Lutz an der Stanford Universi- ty verschiedene Weiterbildungskurse be- sucht. „Die US-amerikanischen Dozenten sind hervorragende Rhetoriker. Das hat Illustration: André Gottschalk mich gefesselt“, sagt Lutz, der sich vom Geist des Silicon Valley anstecken ließ. „Die Menschen dort sind viel offener und proaktiver als in Deutschland, etwas Neu- es zu lernen.“ Diese Haltung sei Grund- voraussetzung für ein berufsbegleitendes MBA-Studium. „Wenn man lediglich für einen möglichen Gehaltszuwachs oder ei- nen Karrieresprung studiert, fehlt einem irgendwann die Motivation.“ Vorteile eines Online-MBAs Bei seiner Recherche nach dem passen- den MBA-Programm legte Lutz Wert auf zwei Faktoren: Es sollte ein US-ame- rikanischer Studiengang mit AACSB-­ Akkreditierung sein, damit dieser auch in Deutschland anerkannt wird. Außerdem wollte Lutz hinsichtlich des Studienorts möglichst flexibel sein, für den Fall, dass sein Expat-Vertrag vor Ablauf des Stu- diums enden würde. Seine Wahl fiel auf das Gies College of Business der renom- mierten University of Illinois. Seit 2016 gibt es dort ein I-MBA-Programm – ein „ Profitiert habe ich vor allem von den zahlreichen Fallstudien, die im MBA behandelt wurden.“

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