Immobilienwirtschaft 3/2024

Die Karten muss man Monate im Voraus reservieren. Auf die Alhambra in Granada kommt nur, wer ein Ticket mit seiner Ausweisnummer vorweisen kann. Wer das aber geschafft hat, darf sich ganz der Finesse und der Schönheit der einstmaligen Zivilisation der Nasriden hingeben; die sechs Jahrhunderte nach ihrem Untergang immer noch strahlt und leuchtet und ihren Besuchern zeigt, wie schön sie sein kann, diese paradiesische Welt aus plätschernden Wasserspielen und Stalaktitengewölben, Hufeisenbögen, filigranen Flachreliefs und der schönsten Schrift der Welt. Sie zeugt von der kulturellen Blütezeit, die durch die Verbindung islamischer, christlicher und jüdischer Einflüsse während der Phase relativer Koexistenz, der convivencia, entstehen konnte. Als Weltkulturerbe zeigt die Alhambra Jahr für Jahr Millionen von Besucherinnen und Besuchern das faszinierende islamische Erbe Europas. Im Jahr 711 war es durch Zufall und Entschlossenheit einem kleinen Häuflein Berber aus Nordafrika gelungen, die damals auf der Iberischen Halbinsel Ton angebenden Westgoten zu besiegen. In den folgenden Jahrhunderten errichteten ihre Nachfolger das Kalifat von Cordoba, bauten Verteidigungsanlagen, Paläste, Bibliotheken, Moscheen und gründeten Städte. Unablässig waren sie damit beschäftigt, die bessere Glaubensrichtung zu finden und die Abweichler, Rivalen und IDENTITÄT Die Alhambra in Granada zeugt von der kulturellen Blütezeit, die durch die VERBINDUNG islamischer, christlicher und jüdischer Einflüsse entstehen konnte. Als Weltkulturerbe zeigt sie Besuchern das faszinierende islamische Erbe Europas. Menschen & Märkte Kolumne

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