Immobilienwirtschaft 3/2024

Kaleidoskop Meldungen 12 · Immobilienwirtschaft · 03 / 2024 Solarleistung verdoppelt Nach Zahlen der Bundesnetzagentur verdoppelte sich der Ausbau der Solarleistung in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr fast auf 14,1 Gigawatt. Der starke Zuwachs sei auf zahlreiche private Anlagen zurückzuführen. Darüber hinaus habe es einen verstärkten Zubau von Solaranlagen auf gewerblichen Dächern und auf Freiflächen gegeben. Am Jahresende 2023 betrug laut Bundesnetzagentur die installierte Gesamtleistung in Deutschland 81,7 Gigawatt. Damit müssten künftig jährlich 19 Gigawatt zugebaut werden, um das Ausbauziel von 215 Gigawatt für Solar im Jahr 2030 zu erreichen. Bayern könnte seinen Wärme- bedarf mit Flusswasser decken Der komplette Wärmebedarf für alle Gebäude in Bayern könnte durch die Nutzung der Wassertemperatur in Bayerns Flüssen gedeckt werden. Das geht aus einer Studie hervor. Erstellt wurde die Studie von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE). Neben dem Verband der Bayerischen Energie und Wasserwirtschaft (VBEW) und der Landesgruppe Bayern des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) gehörten auch die Vereinigung Wasserkraftwerke in Bayern (VWB) und der Landesverband Bayerischer Wasserkraftwerke (LVBW) zu den Auftraggebern. Um den Bedarf der Haushalte und des Gewerbes von aktuell rund 150 Terawattstunden zu decken, „müssten dem aus den Flüssen erster und zweiter Ordnung entnommenen Wasser lediglich 1,5 Grad Wärme entzogen werden“, teilten unter anderem VBEW und VKU mit. Mithilfe von Wärmepumpen stehe demnach Energie zum Heizen bereit, und die Gewässer würden durch kühleres Wasser sogar ökologisch profitieren. Flüsse erster Ordnung sind etwa Isar, Lech und Donau, in der Kategorie zweiter Ordnung finden sich auch teils kleine regional begrenzte Bachläufe. Laut der Studie könnten hier mindestens die Hälfte der bayerischen Städte und Gemeinden für die Wärmeplanung Wärmepumpen an ihren Flüssen nutzen. Bundesweit gibt es bisher nur einzelne Untersuchungen zur so genannten Aquathermie. Es sei daher die erste Potenzialabschätzung für ein ganzes Bundesland. Als Beispiele wurden Projekte in Schweden, der Schweiz oder Dänemark genannt, aber auch in Mannheim, Köln und Rosenheim werde bereits Flusswärme für Heizzwecke genutzt. Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 8,5 Kilowatt vermeidet im Jahr rund 5,8 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Das ist so viel, wie die Bürger in Baden-Württemberg pro Person in einem Jahr verursachen. Auf diesen Vergleich weist die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hin. 5,8

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