DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT 2/2019 - page 39

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2|2019
Neugründung öffentlicher Wohnungsunternehmen
Durchstarten auf allen Ebenen:
Wohnungsbau hat wieder Priorität
„Vater Staat“ ist zurück: Ob große Städte oder kleine Gemeinden, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben,
die Bundesländer oder Landesbehörden, zahlreiche Landkreise – landauf und landab wird nach Wegen
gesucht, rasch bezahlbaren, z.T. sozialgebundenen Wohnraum zu errichten. Eine Lösung dabei ist immer
häufiger die (Neu- oder Wieder-) Gründung eines Wohnungsunternehmens durch die öffentliche Hand.
Die Ansätze sind vielfältig, die Wege unterschied-
lich, das Ziel ist aber immer das gleiche: zügig
mit modernen Angeboten für eine Entlastung
auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu sor-
gen. Wie soll dieses Ziel jedoch am schnellsten
erreicht werden? Welche Hürden müssen genom-
men werden? Welche Prämissen gelten bei den
Neubauten? Das sind zentrale Fragen, die sich
sowohl für etablierte Akteure als auch bei der
Neugründung stellen.
Trendwende: Wohnungen für
Bundesbedienstete
Eine Trendumkehr nimmt die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA) vor. Nachdem über
Jahrzehnte der Wohnungsbestand kontinuierlich
auf 36.000 fast halbiert wurde, laufen aktuell
die Planungen für Neubauten auf Hochtouren.
Dr. Christoph Krupp, Vorstandssprecher der BImA:
„Wir prüfen derzeit alle Flächen unseres Bestands
inwieweit sie für den Wohnungsbau geeignet
sind.“ Aktuell laufen u. a. Gespräche mit Berlin,
Hamburg, Münster, Heidelberg und Mannheim.
„Vor allem in Orten, wo es noch Flächen gibt, die
die Alliierten verlassen haben, bieten sich Mög-
lichkeiten“, sagt Dr. Krupp.
In Ankum realisiert die neu gegründete HaseWohnbau zwei Projekte mit 14 neuen Wohnungen. Visualisierung des Mehrfamilienhauses an der Kastanienallee
THEMA DES MONATS
Quelle: HaseWohnbau
Holger Hartwig
Agentur Hartwig3c
Hamburg/Papenburg
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