Das Buch „Mit Sicherheit gesund bauen“
bietet allen Akteuren der Baubranche
einen Einblick, wie heute und in Zukunft
„wohngesund“ geplant und gebaut wird.
Denn durch steigende Dämmstandards
und luftdichte Gebäude kann die Schad-
stoffkonzentration in Innenräumen
steigen. Besonders hilfreich sind die
Informationen zur Verankerung wohn-
gesundheitlicher Standards in Verträgen
zwischen Bauherrn, Planer und Bauunter-
nehmen. Das Kapitel Baustoffe erläutert
unter anderem das AgBB-Schema zur gesundheitlichen Bewertung
von Bauprodukten sowie die wichtigsten Gütezeichen und Labels für
die Innenraumhygiene und emissionsarme Baustoffe. Einen Ausblick
auf die Entwicklung wohngesundheitlicher Standards geben Inter-
views mit Prof. Dr.-Ing. Jörn Moriske vom Umweltbundesamt und
Prof. Dr. Michael Braungart, Gründer und Leiter der EPEA Internatio-
nale Umweltforschung GmbH.
Mit Sicherheit gesund bauen. Fakten, Argumente und Strate-
gien für das gesunde Bauen. Peter Bachmann und Matthias
Lange (Hrsg.). 444 Seiten. Vieweg + Teubner Verlag. 44,95 Euro.
ISBN 978-3-8348-1450-0
Mit Sicherheit gesund bauen
Öffentliches Grün als Prärie
Schluss mit Bodendeckern! Ob bei
MietergärtenundUrbanGardening
oder bei Freiflächengestaltung mit
und ohne Mieterbeteiligung –
Wohnungswirte müssen sich heute
auch mit Nutz- und Blühpflanzen
auseinandersetzen. Grünanlagen
sollen möglichst naturnah aus-
sehen, robust sein, kostengünstig
und möglichst pflege-extensiv.
Präriegärten bieten all dieses und
werden zunehmend in der Stadt im
öffentlichen Raum eingesetzt. Bei
diesen Gärten kommen besonders robuste Stauden, die im Hoch-
sommer blühen und sogar mit dem Rasenmäher gepflegt werden
können, zum Einsatz. Wie der Name nahelegt, soll so ein Garten
an amerikanische Prärien erinnern: Man sieht einzelne Pflanzen in
Massen blühen, von Gräsern strukturiert. Schön! Einen der bekann-
testen öffentlichen Präriegärten findet man in den Herrenhauser
Gärten in Hannover.
Laurence Machiels. Präriegärten, faszinierend und stimmungs-
voll. 126 S. mit zahlr. Abb., Ulmer Verlag, 2010. 39,90 Euro.
ISBN 978-3-8001-6992-4
Die vorliegende Veröffentlichung basiert auf einer
von Prof. Dr. Theresia Theurl gemeinsam mit Caro-
line Wendler durchgeführten ersten bundesweit
repräsentativen Untersuchung. Sie ist ein Beitrag
des Instituts für Genossenschaftswesen in Münster
zum Internationalen Jahr der Genossenschaften
2012. Die Befragung wurde von der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) durchgeführt, der
Fragenkatalog von Caroline Wendler entwickelt.
Erfragt wurden u. a. die Kenntnisse von rund ein-
tausend Bürgern über Begriffe, Tätigkeitsbereiche
und Merkmale von Genossenschaften. Gefragt
wurde zwar nicht nach einzelnen Sparten, dennoch
ergeben sich Rückschlüsse auf Wohnungsgenossenschaften. Dazu zählen Ant-
worten auf die Frage, in welchen Branchen es Genossenschaften gibt. 72,3
Prozent der Bevölkerung wissen zum Beispiel, dass es in der Wohnungswirt-
schaft Genossenschaften gibt. Auch auf die Frage, welche Genossenschaften
mit Namen genannt werden können, wurden viele Wohnungsgenossenschaften
genannt. Eine aufschlussreiche Lektüre also. Fazit: Sind Besonderheiten oder
Fachbegriffe wie „Shareholder Value“ und „Member Value“ weniger bekannt,
so werden Genossenschaften und ihre Besonderheiten doch positiv einge-
schätzt.
Theresia Theurl. Caroline Wendler. Was weiß Deutschland über Genossen-
schaften? 290 S., Münstersche Schriften zur Kooperation, Band 96, Shaker
Verlag, 2011. Euro 29,80. ISBN 978-3-8440-0618-6
Was weiß Deutschland über
Genossenschaften im Jahr 2011?
Das kommt auf jedes
Unternehmen zu – ein Jubi-
läum oder ein Geburtstag
mit „einer Null“. Wer seine
Mieter oder Mitglieder ein-
beziehen will, kommt um
eine moderne und anspre-
chende „Erinnerungsarbeit“
nicht herum. Der schön
gestaltete Band aus dem
Klett Verlag bietet dafür
Anregungen. Wunderbare Schwarzweißfotos des Foto-
grafen Karl-Heinz Mai, ein Text, basierend auf Gesprä-
chen mit Kindern imMehrgenerationenhaus in Friedland
und ein Buch mit einem guten Layout. Jedem Foto ist ein
Text zugeordnet, in dem ein älterer Mensch sich erinnert:
an „Flüsterware“, den Schulweg, das Freibad, den Hof,
Spielen zwischen Trümmern… Das Buch kann man als
Bildband betrachten, als fortlaufende Geschichte oder
als Familienbuch, mit dem sich andere, nicht Abgebil-
dete erinnern.
Karl Heinz Mai. Herbert Günther. Wir Kinder von
früher. Bilder und Geschichten aus einer anderen Zeit.
130 S. mit 70 hist. Fotos, Klett Kinderbuch Verlag,
2010. Euro 19,90. ISBN 978-3-941411-39-5
Mehrgenerationenbuch
zum Nachbauen
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Bärbel Wegner
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Die Wohnungswirtschaft
3/2012
71
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