Gute Nachbarschaften –
gefordert, gefördert, überfordert?
Senator a. D. Jürgen Steinert, diskutierte die Runde über
Koordinierungsansätze von Maßnahmen und Öffentlich-
keitsaufgaben der Zukunft. Das Thema des Monats star-
ten wir auf Seite 8.
In eigener Sache
Rechtssprechung
Etwas Neues können wir
Ihnen bereits ab dieser
Ausgabe der DW anbie-
ten: Eine aufgewertete, neu
strukturierte und erweiterte
Rechtsprechung mit Zusatz-
informationen im Netz. Was
genau wie funktioniert und
was wo zu finden ist, stellen
wir Ihnen auf Seite 82 vor.
Newsletter gestartet
Die ersten DW Newsletter sind raus. Anregungen, Infor-
mationen und Anmerkungen bitte gerne an die redak-
tion@diewohnungswirtschaft.de.
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Herzliche Grüße aus Hamburg
Ihre
Was sind heute gute Nachbarschaften? Welche Funktio-
nen, welche Wertigkeiten machen sie aus? Nachbarschaft
ist nicht mehr nur die Summe funktionaler Dienstleistun-
gen von der Kita/Schule bis zum Einkaufszentrum. Gute
Nachbarschaft bedeutet heute, dass durch neue Wohn-
formen, soziale Services und nachbarschaftliche Angebote
die Bewohner möglichst lange in ihrem Quartier wohnen
bleiben können.
In der aktuellen Situation, in der die Wohnungswirtschaft
agieren kann und muss, wird deutlich, dass es sowohl
national als auch lokal zu handeln gilt. Jede noch so über-
schaubare Nachbarschaft hat Einflüsse und unmittelbare
Folgen auf die angrenzenden Wohngebiete.
Durch Arbeitsplatzveränderungen und -verlust, Verände-
rungen in den Familien, dem demografischen Wandel und
Migration finden Menschen sich in einer anderen Nach-
barschaft wieder. Bildung ist ein wichtiger Baustein für
die Integration. Nachbarschaftsarbeit hat damit unmit-
telbar einen Bildungsauftrag erhalten.
Der Begriff der „Überforderten Nachbarschaften“ wurde
1998 als Titel für zwei sozialwissenschaftliche Studien zur
Untersuchung sozialer Verhältnisse in Großwohnsiedlun-
gen im Auftrag des GdW gewählt. Seitdem hat sich der
Begriff als Beschreibung der nachbarschaftlichen Verhält-
nisse in problematischen Wohngebieten behauptet.
Zeit, einmal nachzuforschen, was aus dem Thema gewor-
den ist: Im Juli dieses Jahres trafen sich Experten aus der
Praxis, der Forschung und den Verbänden zum Sommer-
gespräch im Brandenburger Hof. Thema waren diesmal
Nachbarschaften – Anforderungen, veränderte Ansprü-
che an die Wohnungswirtschaft und empirische Untersu-
chungen, mit erstaunlichen Ergebnissen. Moderiert durch
Ulrike Silberberg
Chefredakteurin DW Die Wohnungswirtschaft
ulrike.silberberg@diewohnungswirtschaft.de
E D I T O R I A L