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Fitnessprogramm fürs Unternehmen
Jetzt konnten wir wieder einen Aufschwung miterleben, das Fitnesspro-
gramm fürs Unternehmen haben viele noch in der Krise begonnen. Als
Controller können wir motivieren, an der Leistungsfähigkeit zu arbeiten,
was mehr bedeutet, als Geld auszugeben!
Ich lese zur Zeit einige Beiträge, die sich mit dem Thema „Nach der Krise
ist vor der Krise“ beschäftigen. Das angesprochene Fitnessprogramm,
gemäß des eben genannten Titels, handelt auch davon, antizyklisch zu
denken:
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In der Krise muss man sparen, um die Überlebensfähigkeit der Firma
zu sichern, das steht für mich außer Zweifel.
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Trotzdem braucht man bereits in der Krise den Blick auf die Zeit da-
nach, um dann nicht Marktanteile zu verlieren und Kunden zu verär-
gern.
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Auch, und vor allem, wenn es gut geht, ist es Controllers Aufgabe,
Prozesse auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu untersuchen, Optimie-
rungsvorschläge zu machen, Strukturen auf ihre Effektivität hin zu hin-
terfragen. Das ist bei guten Ergebnissituationen meist nicht so beliebt,
Fitness hilft aber in jedem möglichen Szenario!
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Vom Sparen allein ist auch noch keiner reich geworden. In der Control-
ler Akademie wird immer wieder der Begriff Innovationskapazität hoch-
gehalten. Für Innovation brauche ich freie Kapazität, und die muss ich
mir leisten wollen! Wenn ich auch hier spare und nur operativ Vollaus-
lastung fahre, werde ich in der Zukunft sicher Probleme bekommen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und
ein paar erholsame Tage im Kreise Ihrer Lieben
Dr. Klaus Eiselmayer
Herausgeber
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
in einer Werbebeilage meiner Tageszeitung fiel mein Blick unlängst auf
eine Personenwaage mit Analysefunktion. Eine Waage haben wohl die
meisten zu Hause stehen, ob die nun bloß das Körpergewicht anzeigt, oder
auch den Fett-, Muskel- und Wasseranteil mitliefert.
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Ist Ihre Waage bereits verstaubt, oder regelmäßig in Verwendung, zum
„Gewichts-Monitoring“. Ein lohnenswerter Gedanke, finde ich, wo doch
Weihnachten mit reichlich gutem Essen und Neujahr mit den guten Vor-
sätzen bereits vor der Türe stehen. Sollte man also vor den Festen noch
etwas abnehmen, um dann an Weihnachten ungehemmt genießen zu
können? Oder einfach die Waage wegpacken?
Eine Waage zu Weihnachten
Für Controller wäre eine Analysewaage ein passendes Geschenk, dreht
sich doch bei uns so vieles ums Messen und Bewerten. Mit dem
Control-
ler Service in der Firma
verhält es sich ähnlich wie mit der Waage. Die
Frage ist, wird die
Dienstleistung nachgefragt und genutzt
, oder ma-
chen die Leute einen Bogen darum. Können wir die Manager motivieren,
sich einem laufenden „Performance Measurement“ zu unterziehen und in
der Folge Verbesserungsmaßnahmen zu überlegen.
Dabei entgeht einem vielleicht manche Freude. Das Essen schmeckt weni-
ger gut, wenn die Waage bereits zu viel angezeigt hat. Auch in der Firma
gibt sich Geld leichter aus, wenn man nicht Deckungsbeitrag, Budget und
Rendite bedenken muss.
Deshalb ist es unser Job, die
Vorteile herauszustreichen
. Ist mein Ge-
wicht nämlich, wie es sein soll, gehen Schifahren, Treppensteigen, der Be-
rufsalltag leichter von der Hand. Dabei ist ein zu dünn ebenso nicht ratsam,
da fehlen dann Reserven und man wird leicht nervös und ungeduldig.
In einer gesunden Firma lebt und arbeitet es sich angenehmer, als in ei-
ner mit übergewichtigen Kosten im Vergleich zum Umsatz, oder fehlenden
Ressourcen, das wissen wir nicht erst seit der Wirtschaftskrise.
Editorial
Dr. Klaus Eiselmayer
Chefredakteur Controller Magazin,
Verlag für ControllingWissen AG
Trainer und Par tner der Controller
Akademie AG
CM November / Dezember 2010